Theater Augsburg

13.09.2012

Junger Zauber

Die Neuen mit Mitgliedern der Theaterleitung: (vorne von links) Daniel North, Robert Conn, dahinter Intendantin Juliane Votteler, Stayce Camparo, Coco Mathieson, (stehend von links) Nicoletta Kindermann, Katsiaryna Ihnatsyeva-Cadek,Vladislav Solodygin, Dirk Kaftan, Jacob Bush, Theophilus Vesely, Joel DiStefano, Lea Sophie Salfeld und Florian Innerebner
Bild: Fred Schöllhorn

Die Saison beginnt mit neuen Künstlern für Oper, Schauspiel und Ballett – unter ihnen eine Chordirektorin und ein Bassist

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ... Wenn am 29. September die neue Saison am Theater Augsburg startet, dann muss sich auf der noch jungen „brechtbühne“ neben dem Großen Haus die tägliche Theaterpraxis einrichten, dann müssen sich Licht, Ton und Technik im Spielzeit-Dauerlauf erst noch beweisen. Aus der Taufe gehoben wird in deutschsprachiger Erstaufführung „Israel, mon amour“, zwei Stücke von Gilad Evron und Taher Najib.

Einen Tag später, am 30. September, setzt sich der Zauber des Anfangs im Großen Haus fort, in der „Oper aller Opern“, in Mozarts „Don Giovanni“. Ganz prosaisch besteht der Zauber in neu und fest aufgepolsterten Publikumssitzen, die eine Wohltat für die Wirbelsäule bedeuten; rein künstlerisch betrachtet dürften zwei neue wichtige Ensemblemitglieder alles daran setzen, frischen musikalischen Zauber zu verbreiten, auch wenn einen der beiden schnell der Bühnentod ereilt...

Ladies first: Katsiaryna Ihnatsyeva-Cadek – ein Name, den man sich wird einprägen müssen – heißt Augsburgs neue Chordirektorin, der allein dem Äußeren nach eine gewisse Verzauberung nicht abzusprechen ist. In Minsk geboren, lernte sie zunächst in Weißrussland und dann in Graz, wo sie sowohl Chor- und Orchesterdirigieren als auch Korrepetition mit Auszeichnung abschloss. Erste Berufserfahrung sammelte sie an der Grazer Oper, im Wiener Singverein, am Theater an der Wien sowie beim Brucknerfest Linz. In Augsburg setzte sie sich Probe dirigierend unter einem knappen Dutzend Konkurrenten durch; in ihrem Zweijahres-Vertrag sind die Choreinstudierungen für Chabriers „L’Étoile“ (Premiere: 2. Dezember) und für Puccinis „La Bohème“ (Premiere: 19. Januar) die ersten großen Herausforderungen.

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Der schnelle Bühnentod für einen der Neuen

Besagten schnellen Bühnentod aber ereilt den neuen Bass am Theater Augsburg, Vladislav Solodyagin. Er wird im „Don Giovanni“ als Komtur erstochen, hat aber zum Finale noch einmal einen markerschütternden Sangesauftritt. Solodyagin wurde 1975 in Leningrad geboren und studierte am Konservatorium seiner Geburtsstadt, mittlerweile St. Petersburg genannt. Zuletzt war der Bassist, der beim Vorsingen u. a. mit Verdi, Wagner und Mozart überzeugte, festes Mitglied am Staatstheater Nürnberg. Nun wechselt er für mindestens zwei Jahre nach Augsburg und wird hier auch den Colline in „La Bohème“ singen.

Nach ihren Verträgen für Schimmelpfennigs „Der goldene Drache“ und „Das weiße Album“ haben nun auch die Schauspieler Lea Sophie Salfeld und Florian Innerebner einen festen Zweijahresvertrag in der Hand – und treten als Nächstes wieder im Doppelpack auf, nämlich in „Ulrike Maria Stuart“ von Elfriede Jelinek (ab 7. Oktober). Salfeld wurde 1985 in Oldenburg geboren, Innerebner 1989 in Hall/Tirol; beide stehen vor ihrem Abschluss an der renommierten Otto-Falkenberg-Schule München, beide traten schon an den Münchner Kammerspielen und an der Bayerischen Staatsoper in denselben Stücken auf. Aber ein Paar sind sie nicht.

Auch in der Ballett-Sparte gibt es neue Künstler: Zweijahres-Verträge erhielten Stayce Camparo (* 1983) und Jacob Bush (* 1988), Einjahres-Verträge binden Coco Mathieson (* 1993), Joel DiStefano (* 1991) und Theophilus Vesely (*1993).

Schließlich arbeitet mit Nicoletta Kindermann auch eine neue Theaterpädagogin am Theater Augsburg.

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