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Paula Print

19.02.2015

Junghandwerker möbeln Lehmbau auf

2 Bilder

Die Zeitungsente staunt, wie die Besucher zusammen mit Fachleuten den Jugendtreff neu gestalten. Gebrauchte Möbel sehen aus wie neu

Im Kinder- und Jugendhaus Lehmbau rührt sich was. Da wird gerade renoviert, hat die Zeitungsente Paula Print erfahren. Vor 25 Jahren ist das runde Haus gebaut worden – und zwar nicht aus Steinen oder Beton, sondern aus Lehm. Seither haben sich fast täglich Kinder, Jugendliche und Erwachsene dort getroffen, um zu spielen, zu tanzen, Theater zu spielen oder sich einfach mal mit den Betreuerinnen auszusprechen. Außerdem kümmern sich Kinder um die Schafe, Kaninchen, Hühner und andere Tiere, die auf dem Gelände leben.

Als die Paula ankommt, warten schon der Schreinermeister Andreas Berz und der Malermeister Rüdiger Weis mit seinem Lehrling Dennis auf sie. Dennis gehört übrigens selbst zu den Kindern und Jugendlichen, die sich im Lehmbau treffen. Die Handwerker und die Kinder vom Jugendhaus sind mächtig stolz auf das, was sie gerade in dem Bau machen.

Malermeister Weis zeigt in der Küche beispielsweise auf die weiße Fliesenwand. Hinter dem Herd und der Spüle stechen dunkelrote, glatte Vierecke hervor. „Da haben wir die Fugen der Fliesen verspachtelt und die Fläche mit einer Folie beklebt, wie man sie auch für das Lackieren von Autos verwendet.“

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Dennis hat sich für „seinen“ Lehmbau besonders angestrengt. Ihm hat vor allem Spaß gemacht, dass das Lehmbau-Team mit Leiterin Stefanie Hörr und die Kinder wirklich tolle Farben ausgesucht haben, um die Räume neu zu gestalten. Malermeister Weiß ist auch dankbar, dass Vela, Daniela und Laura beim Pinseln kräftig mitgeholfen haben, verrät er Paula.

In der Küche blickt Schreinermeister Berz zufrieden auf die Unter- und Hängeschränke und auf die Arbeitsplatte. „Wir haben alle alten Teile gründlich renoviert und ein paar neue Schränke dazugebaut. Sie sind alle aus gutem Holz und es wäre schade gewesen, sie einfach wegzuwerfen“, sagt er. Denn er richtet Möbel genauso gerne her wie er neue baut.

Auch die schon ziemlich abgenutzte Arbeitsplatte aus Holz hat er wiederverwendet: „Wir haben sie einfach umgedreht und die Rückseite hergerichtet. Sie wurde gründlich abgeschliffen und dann mit Öl und Wachs so versiegelt, dass man alle Küchenarbeiten darauf erledigen kann. Das wäre mit den heute üblichen Spanplatten gar nicht möglich.“

Mit der Renovierung wurde auch ein Problem gelöst. Denn früher wurde das Futter für die Tiere immer in der Küche hergerichtet, in der auch Kuchen gebacken oder Essen für die Kinder gekocht wurde. Jetzt hat der Schreinermeister einen Schrank mitten in die Küchenzeile eingebaut. Er trennt die Tier- von der Menschenküche. „Sehr geschickt“, denkt sich Paula, während der Meister, unterstützt vom elf Jahre alten Paul, ein letztes Mal die Arbeitsplatte poliert.

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