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  3. Prozess in Augsburg: Juweliere kaufen falsche Diamanten - 20-Jähriger vor Gericht

Prozess in Augsburg
27.01.2015

Juweliere kaufen falsche Diamanten - 20-Jähriger vor Gericht

Echte und falsche, künstlich hergestellte Diamanten sind auch für den Fachmann nur schwer zu unterscheiden.
Foto: Andrea Warnecke (dpa)

Ein 20-Jähriger handelt mit Edelstein-Imitaten und nachgemachten Luxus-Uhren. Dafür erhält er zwei Jahre Jugendstrafe.

Funkelnde Edelsteine und teure Luxusuhren gelten gerade in Krisenzeiten als sichere Anlage. Das große Geld freilich lässt sich, falls man das Risiko eingeht, als Betrüger erwischt zu werden, noch schneller mit Imitationen verdienen. Mehr Schein als Sein war deshalb auch die Devise für einen 20-jährigen Uhrenhändler, der mit falschen Diamanten und nachgemachten edlen Uhren der Marken Breitling, Omega, Audemars und Panerai etliche Juweliere und Pfandhäuser in ganz Deutschland linkte. Ein Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Ortrun Jelinek verurteilte ihn gestern zu zwei Jahren und zwei Monaten Jugendknast.

Echte und falsche, künstlich hergestellte Diamanten sind auch für den Fachmann nur schwer zu unterscheiden. Sogenannte Moissaniten, nach ihrem Entdeckter Dr. Henri Moissan benannt, haben ganz ähnliche Fähigkeiten. Der Diamant hat zum Beispiel mit zehn den höchsten Härtewert, der Moissanit, chemisch ein Siliciumcarbid, hat Härte 9,25. Der Angeklagte lernte 2013 als Händler auf Uhren- und Schmuckmessen einen Türken kennen, der ihm die synthetisch hergestellten Edelsteinimitate anbot. Die offenbar aus der belgischen Diamant-Metropole Antwerpen stammenden Steine waren scheinbar original verpackt und mit gleichfalls gefälschten Expertisen versehen.

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