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13.05.2013

Kampf für ein besseres Gesundheitswesen

Klaus D. Lange

Bürger planen ein „Forum“, das aufrütteln soll

Die Bürger pumpen Milliarden in das deutsche Gesundheitssystem, das sie nicht durchschauen und von dem sie als Patienten benachteiligt werden. So sieht es Klaus D. Lange vom Gesundheitskreis Neusäß/Augsburg. Der 72-jährige Wirtschaftsingenieur, der vor seinem Ruhestand als Unternehmer und Berater tätig war, will das System zusammen mit seinen Mitstreitern verändern. Seine Mitstreiter, das sind Ärzte, Apotheker, Therapeuten. „Wir möchten die Patienten zum kritischen Mitbestimmen ermuntern“, beschreibt Lange seine Mission.

Geplant sei ein Bürgerforum, „das die Menschen aufwecken und aufrütteln“ soll. Das deutsche Gesundheitssystem sei teuer und ineffizient, sagt Lange. Der Gesetzgeber und die Kassen hätten ein mit gigantischen finanziellen Mitteln aufgeblähtes System der Planwirtschaft geschaffen. Dies müsse geändert werden. Lange fordert, die Gesetze der Sozialen Marktwirtschaft für das Gesundheitswesen einzuführen. Die staatlichen Eingriffe müssten aufhören.

Der 2008 ins Leben gerufene Gesundheitskreis hat sich vorgenommen, die gewaltigen Finanzströme im Gesundheitssystem zu untersuchen und offenzulegen. Dadurch soll eine öffentliche Transparenz geschaffen werden, die dazu führt, dass sich die Bürger „die Geldverschwendung nicht mehr gefallen lassen“. Lange: „Alle Kosten sollten sichtbar gemacht, die Kassenärztlichen Vereinigungen abgeschafft werden“. Die Ärzteschaft brauche eine „bessere und einheitliche Organisation“.

Der Gesundheitskreis arbeitet mit Renate Hartwig zusammen, die zu den profiliertesten Kritikern des Gesundheitssystems gehört. In ihrem Buch „Geldmaschine Kassenpatient“ wirft sie Machtkartellen vor, um die Milliarden der Kassenbeiträge zu pokern und den kranken Menschen nur noch als Produkt einer finanziellen Wertschöpfungskette zu sehen. (als)

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