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Kampf gegen Armut: Sich nicht nur auf das Ehrenamt verlassen

Kommentar Von Ina Marks
28.11.2019

Im Kampf gegen die Armut spielt das Ehrenamt eine wesentliche Rolle. Doch auch hier drohen Veränderungen.

Es ist kein Grund zur Freude, dass das Projekt „Pakete gegen Armut im Alter“ von Jahr zu Jahr besser angenommen wird. Schließlich belegt es nur, dass die Altersarmut zunimmt. Umso mehr ist das ehrenamtliche Engagement von Bürgern zu schätzen, die sich in diesem oder auch anderen Projekten für bedürftige Mitbürger einsetzen.

Hilfsorganisation und Ehrenamtliche versuchen mit solchen Aktionen, die Lücken zu stopfen, die die große Politik hinterlässt. Inwieweit die beschlossene Grundrente in den nächsten Jahren die Altersarmut verringern wird, wird sich zeigen. Doch man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass ehrenamtlicher Einsatz dennoch unverzichtbar bleibt.

Der Bedarf an Tafeln etwa, speziellen Mittagstischen für Senioren oder eben kostenlosen Lebensmittelpaketen wird weiter steigen. Doch es wäre fatal, wenn sich die Politik allzu sehr auf diese Unterstützung verlässt. Noch sind es vor allem Rentner, die sich in ihrer freien Zeit für ärmere Menschen engagieren. Sie haben Zeit dafür und wollen sich im Ruhestand sinnvoll betätigen. Aber auch hier bemerken die Hilfsorganisationen bereits einen Wandel in der Gesellschaft. Die Zahl der Senioren, die sich ein Ehrenamt überhaupt noch leisten können, sinkt. Immer mehr Rentner müssen selbst schauen, wie sie sich mit Minijobs über Wasser halten.

Lesen Sie dazu den Artikel: Wie Essenspakete die Armut im Alter lindern

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