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Augsburg

15.11.2018

Kampfmittelsuche am Flößerpark

Umwälzendes ereignete sich in den vergangenen Tagen im Flößerpark. Wie das Umweltreferat mitteilen ließ, seien weitere Bodenuntersuchungen notwendig gewesen, um den geplanten Wasserspielplatz in Angriff zu nehmen. Diesmal waren es Kampfmittel, nach denen gesucht wurde.
Bild: Annette Zoepf

Nach ersten unauffälligen Ergebnissen taucht doch noch eine Brandbombe auf. Im Ausschuss nächste Woche stellt das Umweltreferat das weitere Vorgehen mit Zeitplan vor-

Was dieser Tage im Lechhauser Flößerpark geschieht, sind wahrhaft einschneidende Ereignisse. Wie das Umweltreferat auf Anfrage mitteilt, habe die für den künftigen Wasserspielplatz reservierte Fläche noch auf Kampfmittel untersucht werden müssen. Ferner teilt es mit, dass zumindest an drei Stellen Verdachtsmomente bestanden haben. Nach ersten Abtragungen sei dort aber nichts gefunden worden.

Da waren die Arbeiten aber noch nicht abgeschlossen, weshalb Friedrich Pimpl, Sachbearbeiter des städtischen Grünamtes, schließlich doch noch einen Fund meldet. Auf Nachfrage erklärte er, dass bei den Aushubarbeiten am Freitag eine Brandbombe freigelegt wurde, von der jedoch keine Gefahr ausging. Die Bergung erfolgte unter Begleitung der beauftragten Firma. Der Fund wurde vor Ort gesichert und am Montagvormittag durch das Sprengkommando München entsorgt. Die Entdeckung der Kampfmittelräumer mache aber deutlich, wie wichtig es ist die Bodenuntersuchungen durchzuführen. Denn für Unfälle wären die Projektverantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Abhängig von der Witterung

Soweit es die Witterung zulasse, wird laut dem zuständigen Umweltreferenten Reiner Erben im Anschluss an die Aushubarbeiten, die Altlastenuntersuchung und den Abtransport des Aushubmaterials mit dem Bau einer Stützmauer begonnen. Für die Treppenanlage bei der Floßlände im Rahmen des zweiten Bauabschnitts der Grünanlage stehen aktuell circa 570000 Euro zur Verfügung.

Die Ausarbeitung des Erbpachtvertrags zwischen Stadt Augsburg und Freistaat Bayern werde vom Liegenschaftsamt betreut. Dabei habe es keine Unstimmigkeiten gegeben. Allerdings müssen nach Auskunft des Umweltreferenten noch Formalien und grundstücksrechtliche Fragen abschließend geklärt werden. Bis zum Ende des Jahres – spätestens aber nach den Feiertagen Anfang 2019 – wird nach Mitteilung Reiner Erbens mit der „abschließenden Unterzeichnung des Erbpachtvertrages“ gerechnet. Als Grund für Verzögerungen nennt er die notwendige Koordinierung zwischen Freistaat (Wasserwirtschaftsamt), Stadt Augsburg und Notar.

Vorgehen liegt beim Investor

Im kommenden Umweltausschuss nächste Woche wird laut Erben der Fahrplan vorgestellt. Der ursprünglich veröffentlichte Zeitplan habe sich „nur geringfügig“ verändert. Darüber hinaus sei zu beachten, dass der Bau der Floßlände (Gastronomiegebäude mit Keller) von einem privaten Investor durchgeführt wird. Für dessen Zeitplanung könne die Stadt keine Verantwortung übernehmen. Der Bau der an die Floßlände direkt angrenzenden Treppenanlage liege wiede-rum in Verantwortung der Stadt, könne aber erst dann ausgeschrieben und umgesetzt werden, wenn die Werkplanung der Floßlände vorliegt (Ausschreibung) und sie fertiggestellt ist (Ausführung).

Die notwendigen Baumfällungen waren bereits im Februar dieses Jahres erfolgt. Im kommenden Frühjahr wiederum soll der Bau des Abwasserkanals zwischen Radetzkystraße und Erbpachtgrundstück Floßlände beginnen. Ebenfalls im Frühjahr 2019 – je nach Baubeginn der Floßlände durch Investor Baron Umberto Beck-Peccoz, Chef der Brauerei Kühbach, erfolge der Aushub des Kellergeschosses sowie für die Freitreppenanlage. Derzeit befinden sich die Bagger im vorgezogenen dritten Bauabschnitt, wo der Wasserspielplatz entstehen soll. Die Bauzeit ist je nach Witterung bis Sommer 2019 terminiert.

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