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Augsburg

05.05.2017

Karte: Hier erinnern jetzt Stolpersteine an die NS-Opfer

In Augsburg hat der Kölner Künstler und Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig insgesamt zwölf Stolpersteine in Erinnerung an NS-Opfer verlegt.
Video: rt1.tv

Seit Donnerstag gibt es in Augsburg zwölf Stolpersteine. Sie erinnern an die Menschen, die den Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Unsere Karte zeigt, wo die Steine liegen.

Seit Donnerstag liegen zwölf Stolpersteine in Augsburg. Sie gedenken der Opfer des Nationalsozialismus in der Fuggerstadt.

Der Künstler Gunter Demnig hat das Projekt Stolpersteine 1992 ins Leben gerufen. Die im Boden verlegten kleinen Messing-Gedenktafeln sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die während des NS-Regimes verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Zusätzlich zu den zwölf Stolpersteinen wurden in Augsburg zwei Erinnerungsbänder für Opfer der Nationalsozialisten angebracht. Acht Anträge auf Gedenksteine hat das Kulturreferat abgelehnt.

Hier liegen die Stolpersteine in Augsburg

Wo genau die Stolpersteine in Augsburg verlegt wurden, sehen Sie in unserer interaktiven Karte. Wenn Sie auf die blauen Markierungspunkte klicken, erfahren Sie, wer die Menschen waren und welches Unrecht ihnen angetan wurde.

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Stolpersteine
63 Bilder
Stolpersteine erinnern in Augsburg an NS-Opfer
Bild: Silvio Wyszengrad

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05.05.2017

Mit über 61000 verlegten Stolpersteinen in 1099 Gemeinden stellen sie das weltweit größte Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus dar und Augsburg ist es nun ein Stein in diesem Mosaik. Jeder Solperstein enthält Angaben zu einer verfolgten Person. Damit werden die Opfer konkret, so rücken aus der Anonymität, oder wie es Miriam Friedmann, die Angehörige einer jüdischen Opferfamilie ist, ausdrückte „damit bekommen die Opfer ein Gesicht“. Mit den Stolpersteinen und den Erinnerungsbändern ist auch in Augsburg eine neue Ära der Erinnerungskultur eingeleitet. Jetzt wird sichtbar, wer die von den Nazis verfolgten und ermordeten Juden, Widerstandkämpferinnen und Widerstandskämpfer, Sinti und Roma, Euthanasieopfer und Kriegsgegner waren, wo sie wohnten und was sie erleiden mussten. Ich hoffe, dass die Diskussion über die nicht genehmigten Stolpersteine für Opfer, die die Verfolgungen überlebt haben, auch noch zu einem befriedigenden Ergebnis führen und dass eine lebendige Erinnerungskultur auch in Augsburg gestartet wird, damit sich die Verfolgung und die Leiden niemals wiederholen werden.

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Augsburg

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