Newsticker
Spahn: Schnell- und Selbsttests könnten helfen, Veranstaltungen zu ermöglichen
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Keine Angst vor der nächsten Prüfung

Augsburg

07.01.2019

Keine Angst vor der nächsten Prüfung

Jetzt kommt die heiße Prüfungsphase.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Uni-Lernberaterin Sonja Eser verrät die schlimmsten Lernfallen. Fünf Tipps, wie man sich richtig vorbereitet.

Lernen bis zum Umfallen? Für rund 20000 Studenten an der Uni Augsburg beginnt im Januar die heiße Prüfungsphase im Wintersemester. Lernberaterin Sonja Eser an der Uni erklärt, in welche Lernfallen man keinesfalls tappen sollte. Und sie verrät, wie man sich optimal auf Prüfungen, Examen und Abschlussarbeiten vorbereitet.

Viele fangen vor Prüfungen zu spät mit dem Lernen an und merken, dass sie dann nicht mehr mit der Fülle des Stoffes klarkommen. Sonja Eser rät in diesem Fall, sich zunächst einen Überblick über die zentralen Schlüsselfragen zu verschaffen und erst dann ins Detail zu gehen – wenn noch Zeit ist. „Man baut sich ein Lerngerüst für das große Ganze auf, so wie man ein Haus baut“, sagt sie.

"Geschäft mit der Angst"

Bei Klausuren oder Prüfungen haben Studenten oft Angst, durchzufallen. Gerade vor großen Prüfungen bei den Juristen gebe es inzwischen ein regelrechtes „Geschäft mit der Angst“ von kommerziellen Anbieten für Prüfungsvorbereitungen, sagt Sonja Eser. Ihr Tipp: Man sollte sich beim Lernen keinesfalls klein und unsicher fühlen. Dadurch werden die Gehirnzentren für Kreativität und Problemlösung blockiert. Gut ist, sich daran zu erinnern, wie weit man im Studium schon gekommen ist. Dann sollte man sich beim Lernen in die Rolle eines Experten versetzen. So kann man sich bewusst machen, wie man als Dozent oder Tutor sein Wissen vermitteln würde.

Sonja Eser ist Lernberaterin an der Uni
Bild: Peter Neidlinger

Viele versuchen, sich Wissen allein durch Lesen anzueignen. Eser sagt, ein rein passives Pauken von Fakten sei wenig effektiv. Die Lernforschung hat ergeben, dass das Gehirn den großen Zusammenhang eines Themas erfassen muss. Sie rät, den Lernstoff in eigenen Worten zusammenzufassen. Daheim oder in einer Lerngruppe kann man einen kurzen Übungsvortrag mit den wichtigsten Inhalten halten. „Notfalls kann man den Stoff der Zimmerpflanze erklären“, sagt sie. Besser sei es, den etwa zehnminütigen Vortrag mit einem Diktiergerät aufzunehmen und anschließend zu kontrollieren.

Zuviel Fleiß beim Lernen, kann auch schaden

Sonja Eser kennt Studenten, die beim Lernen besonders fleißig sein wollen. Sie schreiben Zusammenfassungen des Stoffs, die viel zu sehr in die Einzelheiten gehen. Zielführender ist, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden.

Eine große Gefahr ist, sich mit unendlichen Recherchen für die Arbeit zu verzetteln. Sonja Eser rät zu einem guten Zeitplan: Für Bachelorarbeiten müsse man drei Monate veranschlagen, für Masterarbeiten sechs Monate. Die Themenfindung und auch der Großteil der Recherche sollte nach Meinung der Expertin bereits gelaufen sein, bevor man die Arbeit beim Prüfungsamt anmeldet. Zielführend sei, erst das zentrale Thema festzulegen und auf dieser Grundlage fortzufahren. Hilfreich sei auch eine Gliederung für die Arbeit, die festlegt, wie viele Seiten jedes Kapitel haben soll. So vermeidet man, dass die Arbeit am Ende wieder stark eingekürzt werden muss. (eva)

Sonja Eser berät in der allgemeinen Studienberatung ohne Anmeldung montags und dienstags, 10 bis 12 Uhr, außerdem nach Vereinbarung montags und dienstags von 14 bis 15.30 Uhr, mit Termin auch in Zeit- und Selbstmanagement. Kontakt: sonja.eser@zsb.uni-augsburg.de.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren