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Zug ist abgefahren

12.05.2009

Keine Haltestelle am neuen FCA-Stadion

Viele Baumaschinen und jede Mengte Arbeit. Bild: Schöllhorn

Eine eigene Bahnhaltestelle für das neue FCA-Stadion scheint vorerst vom Tisch. Dafür gibt es zwei Gründe. Von Michael Hörmann

Von Michael Hörmann

Das Ganze hatte sich immer gut angehört: Das neue FCA-Stadion erhält eine eigene Bahnhaltestelle. Doch das scheint vorerst vom Tisch. Dafür gibt es zwei Gründe.

Das Ganze hatte sich immer gut angehört: Augsburg bekommt ein neues Fußballstadion. Die impuls arena ist nicht weit von der Bahnlinie Augsburg-Buchloe entfernt. Augsburg ist im Jahr 2011 Austragungsort von vier Spielen der Fußball-Frauen-WM. Was liegt näher als eine neue Bahnhaltestelle am Stadion, um Fußballfans, die mit der Bahn reisen, direkt anzubinden?

Doch der Zug für das Projekt scheint abgefahren. So schnell wird es keinen eigenen Bahnhaltepunkt geben. Grund: zu teuer. 10,5 Millionen Euro als Kosten werden genannt. Und: Der Haltepunkt wäre nicht einmal bis zur Frauen-WM 2011 fertig.

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Diese Informationen gehen aus einem Sachstandsbericht hervor, den Tiefbauamtsleiter Josef Weber am Donnerstag im Bauausschuss präsentieren wird. Das Ergebnis bringt Weber in einem Satz auf den Punkt: "Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass nach dem derzeitigen Stand die Hoffnung, mithilfe eines Bahn-Haltepunktes kurzfristig die bisher geplante verkehrliche Anbindung der neuen FCA-Arena deutlich zu verbessern, nicht erfüllt werden kann."

Und warum kommt die überraschende Kehrtwende, zumal sich in der Vergangenheit auch zahlreiche heimische Politiker für den Bahnhalt starkgemacht hatten.

Zunächst sind es laut Weber die anfallenden Kosten: Es ist von einer Gesamtinvestition von 10,5 Millionen Euro auszugehen. Es wird wohl auch keine Fördergelder geben, heißt es, da der Bahnhaltepunkt derzeit ausschließlich für Fußballfans gedacht ist.

Die Millioneninvestition ist notwendig, da eigens ein Bahnhof mit zwei separaten Bahnhofsgleisen gebaut werden müsste. Die Einrichtung eines Haltepunktes in der einfachsten Variante mit zwei Außenbahnsteigen entlang der beiden durchgehenden Hauptgleise sei nicht machbar, heißt es. Grund: Dies würde voraussetzen, dass der Haltepunkt in den Fahrplan des Regio-Schienen-Taktes (15-Minuten-Takt) als Regelhalt integriert wird. Eine Nachfrage für diesen Halt wird aber außerhalb der Fußballspiele nicht gesehen.

Was zuletzt nicht angesprochen wurde, ist das Zeitproblem. Laut Weber würde es von der Planung bis zur Inbetriebnahme des Bahnhofs fünf Jahre dauern. Aus heutiger Sicht wäre er im Jahr 2014 fertig, die Frauen-WM ist dann bereits drei Jahre vorbei.

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