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16.03.2009

Keine Hoffnung auf ein freies Tibet

Aufmerksam machen - mit diesem Gedanken kamen im Rahmen der Asientage unter anderem die Werkstatt Solidarische Welt und die Tibet Initiative im Zeughaus zusammen. Mit Informationsständen und Filmaufnahmen sollten Besucher der Ausstellung "Ein Tag für Tibet" am Samstag auf Menschenrechtsverletzungen und grausame Schicksale im asiatischen Land hingewiesen werden.

Mit Buttertee und Tsampa, dem tibetanischen Grundnahrungsmittel, werden Interessierte in die uralte Kultur eingestimmt. Doch stehen die östlichen Genüsse eher im Hintergrund. Hauptanliegen ist die politische Situation Tibets. 50 Jahre gewaltfreier Widerstand gegen die chinesische Besatzung - und die Situation für Tibeter ist nach Angaben der Augsburger Veranstalter schlimmer denn je. "Viele Menschen in Tibet werden gefoltert oder eingesperrt, sobald sie den Mund aufmachen", erklärt Irmgard Müller von der Tibet-Initiative. Bereits seit 18 Jahren setzt sie sich für die Menschenrechte in der ganzen Welt ein.

Auch beim Infotag in Augsburg versuchen die ehrenamtlichen Arbeiter für die Freilassung von Gefangenen zu kämpfen. Nach dem Motto, "die Feder ist mächtiger als das Schwert" werden Unterschriften gesammelt. Viele Besucher zeigen sich betroffen.

Der Gründer des Tibet-Kailash-Hauses Freiburg und Referent des Abends, Wilfried Pfeffer, sieht keine Hoffnungen mehr für ein freies Tibet. Pfeffer, der auch regelmäßigen Kontakt zum Dalai Lama hat, spricht sich für eine gewaltfreie Integration ins Großreich China aus: "Ein politischer Weg ist nicht mehr möglich - die westlichen Länder haben Tibet schon aufgegeben."

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