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27.09.2017

Keine Wohnungen am Gaswerk

Stadt nennt Lärm durch Gewerbe und Livemusik als Grund

Auf dem Gaswerk-Areal, das zum Kulturzentrum ausgebaut wird, ist kein Platz für Wohnnutzung. Die Grünen hatten von der Verwaltung gefordert, zu prüfen, ob man dort Studenten unterbringen könnte. Baureferent Gerd Merkle (CSU) sieht keinen Weg dorthin. Zum einen sei das Areal von Gewerbe umgeben, zum anderen werde es auch auf dem Areal selbst laut werden, etwa durch Livemusik, so Merkle jetzt im Bauausschuss.

Betroffen sind von der Umwandlung des Gaswerk-Areals auch mehrere Mieter des ehemaligen Direktionsgebäudes. Die Stadtwerke haben ihnen gekündigt. Merkle kündigte Gespräche an, um Lösungen zu sondieren. Dass auf dem Gaswerk-Areal Wohnen ausgeschlossen sein soll, wollte FW-Stadtrat Volker Schafitel nicht so einfach hinnehmen. „In der Maximilianstraße ist es nachts auch laut. So laut wie dort wird es am Gaskessel nicht.“ Wohnraum sei dringend nötig.

Aus rechtlichen Gründen sieht die Stadt eine Wohnnutzung zwischen Gastronomie, Kulturbetrieb, Theater und Firmen aber als unmöglich an. „Wobei damit ein Grundsatzproblem angesprochen ist, nämlich das der zu strengen Grenzwerte“, so Merkle. Großstädte hätten das Problem, sich daher im Inneren nicht mehr gut weiterentwickeln zu können.

Die Bundesregierung hat in diesem Jahr mit der Einführung sogenannter „urbaner Gebiete“ Wohnen in Gewerbenähe ermöglicht. Maßgeblich seien dort aber die Grenzwerte für ein Mischgebiet, kritisiert Merkle. Insofern bringe diese Gebietskategorie praktisch kaum etwas. Die Situation mit Wohnbebauung in der Nähe von Gewerbe gebe es in Augsburg aufgrund ehemaliger Werkswohnungen häufiger. „Das geht solange gut, wie niemand klagt.“ (skro)

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.09.2017

Im Wittelsbacher Park (Landschaftsschutzgebiet) lässt man die Rockbands röhren - am Gaskessel müssen alteingesessene Mieter weichen, weil es zu laut werden könnte. Das ist eigentlich nicht zu glauben. In einer Zeit, in der es um günstige Mietwohnung schlechtest bestellt ist, vernichtet man wieder ein paar. Wem dienen solche gesetzlichen Regelungen? Lasst die Mieter doch selbst entscheiden, ob sie es dort noch aushalten oder nicht. Wer bleiben will, muss sich verpflichten, keine Klage wegen Lärmbelästigung zu führen. Wäre das keine (auch gesetzliche) Alternative?

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28.09.2017
Es sind nicht nur die Mieter der Direktorenvilla, sondern auch wir als Mieter des Portalgebäudes betroffen. Insgesammt 9 Mietparteien, die Teilweise schon fast 20 Jahre in diesen von Ihnen liebevoll eingerichteten Wohnungen und gepflegten Gärten leben. Vor zwei Wochen dann über eine Mieter Info Veranstaltung des Vermieters (Stadtwerke Augsburg) erfahren haben dass sie bis Ende 2018 die Wohnungen durch unterschreiben eines Auflösungsvertrages verlassen müssen. Ohne Vorwarnung oder vorherige Einbindung bei Planungen oder sonstigen Veranstaltungen zu diesem Projekt. Bis jetzt führten die Mieter, Schönheitsreperaturen oder Aufwertungen der Wohnungen durch. Jetzt sollen Sie, teilweise geborene Oberhauser ihre liebgewordene Umgebung verlassen. Es ist schön dass die Stadt Augsburg sich über uns Gedanken macht. Die Art und Weise jedoch wie die Stadtwerke mit ihren Mietern umgeht lässt zu wünschen übrig. Wir hoffen alle dass eine Lösung gefunden wird und wir mit unseren Gärten hier weiterhin wohnen können Strakosch Uwe
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