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Augsburg

28.04.2015

Kinder angesprochen? Polizei hat keine Hinweise auf konkrete Gefahr

In Augsburg sollen in zwei Fällen Kinder aus Autos heraus angesprochen worden sein. Die Polizei hat die entsprechenden Hinweise überprüft - und kommt zu einem Schluss.
Bild: Manuel Wenzel (Symbolbild)

In Augsburg sollen in zwei Fällen Kinder aus Autos heraus angesprochen worden sein. Die Polizei hat die entsprechenden Hinweise überprüft - und kommt zu einem Schluss.

Seit Tagen rollt die Lawine in den sozialen Netzwerken. Bei Facebook und Whatsapp überschlagen sich Meldungen und Warnungen, ein Mix aus Fakten, Hörensagen und Gerüchten. Kinder sollen in Augsburg aus einen dunklen Wagen heraus angesprochen worden sein, von einer "versuchten Entführung" ist sogar die Rede. Und von zwei entlaufenden Sexualstraftätern, die sich in Augsburg aufhalten, und hinter den Kontaktversuchen stecken könnten.

Es sind Meldungen, die durchaus dazu angetan sind, Eltern zu beunruhigen. Entsprechend intensiv sind die Ermittlungen der Augsburger Polizei. "Natürlich nehmen wir entsprechende Hinweise grundsätzlich ernst", sagt Manfred Gottschalk vom Polizeipräsidium Schwaben Nord. "Deshalb haben wir die Meldungen intensiv und sehr aufwändig überprüft."

Tatsache ist: Zwei Eltern haben der Polizei berichtet, dass ihre Kinder auf der Straße von fremden Männern angesprochen worden seien. Ein Fall ereignete sich demnach vergangene Woche in Augsburg-Oberhausen, der andere am Wochenende in Haunstetten. Passiert in den Kindern nichts.

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Fakt ist auch: Vor gut zehn Tagen sind in Regensburg zwei verurteilte Sexualverbrecher aus einer psychiatrischen Anstalt entwichen. Wo sie sich aufhalten, ist bislang völlig unklar.

Vor allem im Internet werden diese Meldungen seit Tagen von Nutzern miteinander vermischt und in einen Zusammenhang gebracht - verbunden mit Gerüchten über einen schwarzen Wagen mit Siegburger Kennzeichen, dessen Insassen irgendwo in Deutschland angeblich Kinder ansprechen.

Aber gibt es einen Zusammenhang? Was ist Tatsache und was nur Gerücht? Nach mehrtägigen Ermittlungen, Befragungen und Auswertungen kommt die Augsburger Polizei nun zu einem vorläufigen Ergebnis: "Wir haben keinerlei Erkenntnisse, die auf eine konkrete Gefährdung hindeuten könnten", sagt Manfred Gottschalk. Auch gebe es "keinerlei Hinweise, dass sich die entwichenen Psychiatrie-Patienten in unserer Region aufhalten könnten." Das sei auch in Zusammenarbeit mit den Kollegen in Regensburg abgeklärt worden.

Die Ermittlungen der Polizei gehen dennoch weiter. Und Manfred Gottschalk betont erneut: "Eltern sollten grundsätzlich vorsichtig sein, ihre Kinder entsprechend sensibilisieren und bei verdächtigen Vorfällen sofort die Polizei informieren." Trotzdem sollten Eltern Meldungen und Warnungen, gerade wenn sie über Facebook & Co. verbreitet werden, sorgfältig prüfen - und diese nicht unhinterfragt weiterverbreiten. bo

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