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29.11.2008

Kinderarmut als Problem

Wo drückt im Viertel der Schuh? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Beim Centerville-Cramerton-Kriegshaber-Treff (CCKT) bringen Repräsentanten aus dem alten und neuen Kriegshaber Aktuelles aufs Tapet. Zum Auftakt des Herbsttreffens sprach Pfarrer Gerhard Groll, einer der Initiatoren, ein drängendes Problem an: die wachsende Armut.

l Kinderarmut Kriegshaber ist laut Groll der Stadtteil mit prozentual gesehen den meisten Alleinerziehenden und den meisten Kindern. "Wo viele Kinder leben, ist das Risiko Armut am größten." Immer öfter sind die Familien auf fremde Hilfe angewiesen, damit die Mädchen und Buben eine warme Mahlzeit bekommen. Unter anderem zeige sich dies bei der Aktion der Kirchengemeinde St. Thomas "Nicht nur ein Ma(h)l", wie Birgit Ritter berichtete. Valentin Rothbucher, Chef des im benachbarten Oberhausen gelegenen Frère-Roger-Kinderzentrums, verwies auf die Unterstützung der Stiftung Kartei der Not, die das Mittagessen für zahlreiche Kinder finanziere. Unter anderem das städtische Projekt "Kinderchancen" trägt laut Rektorin Angelika Bayer dazu bei, dass Kapellen-Schüler zu Mittag essen können. Des Weiteren gingen immer mehr Anträge auf finanzielle Unterstützung bei Klassenfahrten ein. "Hier macht sich die Kurzarbeit in den Familien bemerkbar."

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l Kuka-Halle In Kriegshaber warten viele Bürger darauf, was nach dem Auszug des Textilmuseums mit der ehemaligen Kuka-Halle an der Ulmer Straße passiert. Pfarrer Groll hat den Eindruck gewonnen, dass die Begeisterung städtischerseits für eine Stadtteilbücherei und ein Bürgerbüro in diesen Räumen nicht so groß ist. Dem widersprach Stadtbaurat Gerd Merkle. Das Hochbauamt sei derzeit mit Untersuchungen und Kostenschätzungen betraut. "Mir würden diese Einrichtungen gut zum Konzept der Reese-Kaserne passen, das auch die Ulmer Straße mit wichtigen Funktionen stärken will."

l Verkehrsberuhigung Zum Reese-Areal zählt auch die Kindertagesstätte "Kleine Freunde", dem die Stadt das Gebäude 56 an der Sommestraße überlassen hat. Der Verkehr und parkende Lastwagen machen der Einrichtung nach Angaben von Ulrike Reinsch vom Trägerverein zu schaffen. Gerade Hortkinder, die den Weg von der Schule zu den "Kleinen Freunden" alleine bewältigen müssten, seien gefährdet. Laut Referent Merkle ist die Sommestraße zu breit, um mit Tempo-30-Schildern etwas zu bewirken. "Man bräuchte Einbauten, um die Verkehrsteilnehmer mit optischen Mitteln zum Langsamerfahren zu veranlassen." Merkle stellte einen Ortstermin in Aussicht, bei dem es um diese Frage und um die Möglichkeit eines absoluten Halteverbots im Umfeld des Kindergartens gehen soll.

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