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Augsburg

07.05.2015

Kita-Streik: Wann werden Kinder trotzdem betreut?

Ab Montag wird auch in Augsburg in städtischen Kitas gestreikt.
Bild: Symbolbild, Silvio Wyszengrad

Auch Kitas in Augsburg sind ab Montag von dem Streik betroffen: Nur ein Teil der Kinder darf dann kommen - der Rest nicht. Wie Eltern die Notbetreuung in Anspruch nehmen dürfen.

Für viele Eltern beginnt am Montag eine schwierige Zeit: Ab dann werden die 30 städtischen Kindertagesstätten in Augsburg bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder aufgerufen, bis einschließlich Dienstag, 26. Mai, ihre Arbeit niederzulegen. Um den Eltern zu helfen, will die Stadt eine Notbetreuung einrichten – aber nur für einen Teil der 3000 Kinder.

Die Stadt hat mit den Leiterinnen der Kitas eine Liste mit Eltern erstellt, die unbedingt auf die Notbetreuung angewiesen sind. Das sind vor allem berufstätige Mütter und Väter. „Das oberste Ziel war es, bei den Eltern einen Verlust des Arbeitsplatzes zu vermeiden“, sagt die Leiterin der Kindertagesbetreuung der Stadt, Eva Hermanns: „Die Eltern erhalten bis Samstag einen Brief, welcher sie berechtigt, ihr Kind in der Notbetreuung unterzubringen.“ Kinder ohne diesen Brief dürfen während des Streiks die städtischen Kitas nicht besuchen.

Aber auch für Eltern mit besagtem Brief ist nicht gewährleistet, dass sie ihr Kind ab Montag jeden Tag in die Kita bringen können. Die Anzahl der Kinder, die betreut wird, ist abhängig davon, wie viele Personen zur Aufsicht da sind. Zum Einsatz kommen Mitarbeiter, die nicht streiken wollen, Praktikanten, hauswirtschaftliche Mitarbeiter und Verwaltungspersonal. „Weil wir kaum Fachpersonal haben, wird an diesen Tagen keine pädagogische Bildungsarbeit erbracht, sondern eine reine Beaufsichtigung der Kinder gewährleistet“, sagt Eva Hermanns. „Auch die Verwaltung ist, abgesehen von einer Kollegin und mir, geschlossen“.

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An einem Tag gibt es keine Notbetreuung

Die Notbetreuung wird an den Streiktagen von 8 bis 14 Uhr angeboten. Die einzige Ausnahme ist der Brückentag am Freitag, 15. Mai. An diesem Tag bleiben alle Kitas ausnahmslos geschlossen. An die Eltern, die keine Notbetreuung beanspruchen können, appelliert Hermanns, eigene Lösungen zu finden und ihre Kinder bei Freunden oder Verwandten unterzubringen. Die Stadt hatte nach eigenen Angaben versucht, mit Verdi eine Härtefallvereinbarung zu treffen. Allerdings habe die Gewerkschaft nicht von ihrem Ziel, der Schließung von sechzig Prozent der Einrichtungen, abweichen wollen, so die Stadt. Deshalb habe man sich entschlossen, keine Vereinbarung einzugehen und eine andere Lösung zu finden.

Vom Streik betroffen sind nach Angaben von Verdi auch die Kitas der Hessing-Stiftung und am Klinikum – allerdings nur am Montag, 11. Mai. Kirchliche Einrichtungen und Kitas anderer Träger werden nicht bestreikt.

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