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Augsburg

14.12.2017

Klagen über Verkehrschaos beim Riegel-Center

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In der Hammerschmiede gibt es rund um das Riegel-Center zahlreiche Verkehrsprobleme. Die einstige Siedlung bekommt die Kehrseiten des Wachstums der Stadt ebenso zu spüren wie andere Stadtbereiche.
Bild: Michael Hochgemuth

Bürger in der Hammerschmiede berichten von steigendem Parkdruck. Die SPD sucht bei einer Begehung mit dem Tiefbauamt nach Lösungen. Streit um den Feuerdornweg.

In der einstigen Siedlung abseits der Stadt sind in Zeiten massiven Zuzugs inzwischen dieselben Infrastruktur- und Verkehrsprobleme aufgetreten, die auch in anderen Stadtteilen bestehen. Bei der traditionellen Begehung des SPD-Ortsvereins mit Tiefbauamtsleiter Josef Weber gab es entlang der Neuburger Straße in puncto Radwege, Parkplätze, Busverkehr und Staus rund um die Kreuzung Neuburger/Hans-Böckler-Straße einiges zu besprechen.

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Tiefbauamtschef Weber musste teils darauf verweisen, dass beklagte Missstände auf Stadtratsbeschlüsse zurückzuführen seien, die seine Behörde auszuführen habe. Teils versprach er, die Punkte aufzunehmen und mit seinen Mitarbeitern nacheinander abzuarbeiten. Allerdings seien bei ihm derzeit sieben Ingenieurstellen mangels geeigneter Kräfte unbesetzt. In einzelnen Fällen verwies er auf zuständige Stellen.

Busse halten auf der Fahrbahn

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Das größte Problem scheint der Kreuzungsbereich am Riegel-Center zu sein. Hier kommt es nach Aussage von Teilnehmern der Begehung regelmäßig zu langen Rückstaus in die Hammerschmiede hinein. Die Kreuzung ist ohnehin viel befahren; hinzu kommt der Verkehr vom und zum Riegel-Center, zudem behindern zwei provisorische Bushaltestellen der Linien 23 und 44 („Hammerschmiede P + R“), die mitunter im Abstand weniger Minuten angefahren werden, den Verkehr; die Busse halten auf der Fahrbahn (weil sie laut Weber aus Busbuchten schlecht herausfahren können). Und neuerdings gibt es auf der Ostseite auch eine größere Tiefgarage, von der weitere Autos kommen.

Unter anderem wurde vorgeschlagen, die Rechtsabbiegerspur (Richtung MAN) auch für Geradeausverkehr zu öffnen. Die Einmündung der Friedl-Urban-Straße müsste so umgebaut werden, dass die Autofahrer bessere Sicht haben. Stadträtin Tina Wende wies auf die schlechte Beleuchtung der beiden Bushaltestellen hin. Dort müssten Lampen aufgestellt werden.

Anwohner dagegen

Vehement forderten Bürger, die bei der Begehung dabei waren, den derzeit durch Pfosten gesperrten Feuerdornweg zu öffnen. Er würde zum Neubaugebiet an der Mühlhauser Straße führen, das derzeit nur über die Friedl-Urban-Straße zu erreichen ist. Nach ihrer Ansicht würde auch diese Maßnahme die Kreuzung an der Hans-Böckler-Straße entlasten. Weber sagte deutlich, der Stadtrat habe mehrheitlich anders entschieden. Zudem seien Anwohner in Feuerdornweg und Rotbuchenstraße eindeutig dagegen.

Das derzeit heftig umstrittene Thema Anliegerbeiträge tauchte nur am Rande auf. Laut Weber wird der Siedlerweg nicht ausgebaut, bis entschieden ist, ob in Augsburg einmalige oder wiederkehrende Anliegerbeiträge erhoben werden.

Mehr diskutiert wurde über Geh- und Radwege auf der Neuburger Straße. Auf der westlichen Seite gibt es bisher keinen durchgehenden Radweg, er soll aber im Zuge der „Fahrradstadt Augsburg 2020“ kommen. Allerdings ist die Planung offenbar noch nicht weit gediehen. Laut Weber soll sie im Herbst 2018 fertig sein und im Stadtrat beschlossen werden, damit 2019 mit dem Bau begonnen werden kann. Ob der Radweg zu einer Slalomstrecke wird wie etwa in der Zugspitzstraße – mal auf dem Gehweg, mal auf der Straße, je nachdem wie die Autoparkplätze liegen –, steht wohl noch nicht fest.

Die meisten Parkplätze bleiben

Dass markierte Parkplätze dem Radweg zum Opfer fallen, wollten viele aber auch nicht. Weber beruhigte: Die meisten blieben erhalten. Gefordert wurde auch, die Baumreihen entlang der Neuburger Straße nicht einem Radweg zu opfern.

Kritischer wurde das Parken am Straßenrand gesehen. Ein Dorn im Auge sind den Anwohnern für lange Zeit abgestellte Anhänger und gewerbliche Transporter und Lastwagen, deren Zahl zunimmt. Vereinzelt werden auch Grundstückseinfahrten zugeparkt. Ein Bürger beklagte, dass speziell der Hafenmühlweg bei Sportveranstaltungen regelmäßig zu sei. Laut Weber steigt der Parkdruck in der ganzen Stadt. Bei geparkten Lkw ab 7,5 Tonnen könnten Bürger die Polizei rufen – bei kleineren sei das Parken erlaubt.

Offenbar wird auf der Neuburger Straße zu schnell gefahren. An Schulen, Kindergärten und Bushaltestellen gilt hier Tempo 30, sonst 50. Es wurde gefordert, Blitzer aufzustellen. Zebrastreifen über die Neuburger Straße lehnte Weber mit dem Hinweis ab, sie vermittelten eine Scheinsicherheit.

Heim für Menschen mit Behinderung

Am Ende stellte Altstadtrat Klaus Kirchner ein Bauprojekt gegenüber dem Riegel-Center vor. Hier soll ein Heim für dem Jugendalter entwachsene Menschen mit Behinderungen entstehen. Für sie gebe es bisher in Augsburg keine Einrichtung. Das dreistöckige Haus wird 22 Apartments bieten. Es gebe bereits eine Warteliste. Bauherr ist eine Privatinitiative, die Betreuung der Bewohner übernimmt laut Kirchner die Arbeiterwohlfahrt. Der Bau soll im Herbst 2018 beginnen und eineinhalb Jahre dauern.

Außerdem teilte er mit, eine Holzkirche in der Dr.-Schmelzing-Straße für Auswanderer aus Polen werde abgerissen, da sie wenig genutzt werde. Hier werde das Bistum Augsburg stattdessen zweistöckige Wohnhäuser bauen.

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15.12.2017

zudem behindern zwei provisorische Bushaltestellen der Linien 23 und 44 („Hammerschmiede P + R&ldquo ;), die mitunter im Abstand weniger Minuten angefahren werden, den Verkehr;

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Die Behinderungen sind auch Folge des ärgerlichen Einstiegs beim Fahrer mit Vorzeigen der Fahrkarte.

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Busse mit kontrolliertem Einstieg gehören in die Busbucht - nur schnelle urbane Linien mit Einstieg an allen Türen sollten auf der Straße halten dürfen.

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