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AZ-Wirtschaftstreff

04.09.2018

Klaus Hofmann wünscht sich für FCA jungen Helmut Haller

FCA-Vorstandsvorsitzender Klaus Hofmann (Mitte) stand den Moderatoren Jürgen Marks (links) und Rolf Störmann beim Wirtschaftstreff im Binswanger-Bierzelt Rede und Antwort.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Beim Wirtschaftstreff auf dem Plärrer erklärt der FCA-Vorstandsvorsitzende, wie er sein Unternehmen und den Verein führt - und verrät seinen Wunschtransfer.

Spätestens seit seinem Bundesliga-Aufstieg 2011 zählt der FC Augsburg zu den großen Wirtschaftsfaktoren der Stadt. Deswegen verwundert es nicht, dass FCA-Vorstandsvorsitzender Klaus Hofmann zu Gast bei der dritten Auflage des Wirtschaftstreffs auf dem Plärrer im Binswanger-Bierzelt war. Rund 200 Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport hatten die Veranstalter Hasenbräu, Hitradio RT1, a.tv und die Augsburger Allgemeine am Dienstag eingeladen, um in geselliger Runde zu diskutieren und sich zu unterhalten und um etwas über das sportliche Aushängeschild der Stadt zu erfahren.

Der erfolgreiche Unternehmer Hofmann ist Mitinhaber und Geschäftsführer des weltweit tätigen Brandschutzkonzernes Minimax Viking (10.000 Mitarbeiter, 1,7 Milliarden Euro Jahresumsatz) und Fußballfunktionär und blieb keiner Frage der Moderatoren Jürgen Marks und Rolf Störmann eine oft launige Antwort schuldig. Er sagte …

… zum guten Saisonstart des FCA:

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„Wenn man in den letzten sechs Auftaktspielen kein Tor schießt und phasenweise gegen Gurkentruppen verliert, fällt es schwer, daran zu glauben. Noch kann man von keinem guten Start sprechen. Wenn wir nach fünf oder sechs Spielen einen ähnlichen Punkteschnitt haben, dann ist es ein guter Saisonstart. Aber vier Punkte sind besser als keiner.“

… wie er sein Geschäft und den FCA unter einen Hut bringt:

„Das geht nicht nebenbei. Während der Woche hat Minimax klare Priorität, beim FCA bin ich ehrenamtlich tätig. So ist Augsburg auch aufgebaut. Wir haben drei Geschäftsführer, jeder hat seinen Fachbereich. Und die hätten keinen Spaß, wenn ich jeden Tag hier rumlaufen würde. Ich bin der Meinung, guten Leuten muss man Freiraum geben.“

… zu seiner Terminplanung:

„Die Länderspielpausen werden für die USA-Reisen geblockt. Und ich versuche die Auswärtsspiele in Stadien, die ich nicht so mag und die wenig Stimmung haben, wie zum Beispiel Leipzig, für Asien-Reisen zu nutzen.“

… zur aktuellen Saison, in der der FCA erstmals nicht als Abstiegskandidat eingestuft wird:

„Wir haben früher nicht darauf gehört und tun es jetzt auch nicht. Wir wissen, dass wir nicht zu den Krösussen der Liga gehören. Wir kennen unser Potenzial, aber zuerst müssen wir 40 Punkte holen. Und deswegen heißt Nichtabstieg, und da muss ich mich nicht verstellen, das Ziel. Aber wir werden am Ende kein Spiel absichtlich verlieren.“

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Wirtschaftsvertreter aus der Region treffen sich
Bild: Klaus Rainer Krieger, Andreas Lode und Ruth Plössel

… zur Verteilung des Fernsehgeldes – der FCA erhält in dieser Saison 48 Millionen Euro – und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen:

„Die Verteilung in der Bundesliga finde ich jetzt nicht ganz unfair. Es wird uns als FCA schon erlaubt, wettbewerbsfähig zu sein. Was an der Wettbewerbsfähigkeit von vielen Vereinen aber nagt, ist die Geldverteilung in der Champions League. Wenn Bayern in der Champions-League-Gruppenphase sechs Mal verliert, stehen ihnen trotzdem insgesamt 175 Millionen Euro zur Verfügung. Bei den Rahmenbedingungen tut sich jeder Konkurrent einfach schwer.“

… zu einem möglichen Ausbau der WWK-Arena auf 50.000 Zuschauer:

„Da ist erst einmal der Oberbürgermeister gefordert. Er muss ein paar hunderttausend Einwohner mehr nach Augsburg bringen. Augsburg hat knapp 300.000 Einwohner, wir haben einen Zuschauerschnitt von knapp 30.000. Das sind zehn Prozent. In Berlin müssten da zu jedem Heimspiel knapp 300.000 Leute kommen, es kommen aber nur 40.000. Das Stadion ist vorausschauend gebaut worden, aber wir sollten das jetzige Stadion erst einmal richtig vollmachen.“

… zum Thema Videobeweis:

„Wir waren Vorreiter und Mitinitiator. Dass es jetzt schlecht gemacht wird, dafür kann der Videobeweis ja nichts. Wenn eine klare Fehlentscheidung vorliegt, sollen die Kasper in Köln entscheiden: Fehler oder kein Fehler und dann geht es weiter. Denn es ist Kasperletum, wenn sie zum Schiedsrichter sagen: Guck dir das mal auf dem Bildschirm an. In Köln haben sie die Zeit und die besseren technischen Möglichkeiten und nicht vor Ort.“

… zur Entwicklung in Augsburg:

„Mann kann es kaum glauben, was da unter dem Impuls von Walther Seinsch entstanden ist. Wer mit 400 anderen Zuschauern gegen Stegaurach zugesehen hat, der muss sich jetzt die Augen reiben, wenn er so ein Spiel wie am Samstag gegen Gladbach sieht.“

… zu seinem Wunschtransfer für den FC Augsburg:

„So ganz spontan würde ich sagen und ich hab ihn ja noch selbst spielen sehen: Einen jungen Helmut Haller würden wir schon nehmen.“

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