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Augsburg

07.01.2015

Klinikum krempelt Zweigstelle im Süden um

Das Klinikum-Süd an der Sauerbruchstraße im Augsburger Stadtteil Haunstetten: Hier sind die Kliniken für Dermatologie, HNO und der Bereich Geriatrie/Diabetologie des Klinikums Augsburg angesiedelt. Das Haus soll weiter zur Fachklinik ausgebaut werden.
Bild: Anne Wall

Die Notaufnahme in Augsburg-Haunstetten ist nicht mehr für alles zuständig. Das Haus spezialisiert sich weiter

Region Das Augsburger Klinikum verlegt aus seiner „Zweigstelle“ im Augsburger Stadtteil Haunstetten, dem „Klinikum Süd“, die chirurgischen Abteilungen ins Haupthaus. Damit entwickelt sich das Haunstetter Haus weiter in Richtung einer spezialisierten Fachklinik und verabschiedet sich weiter vom früheren Konzept des allgemeinen Kreiskrankenhauses, als das das Haus gegründet worden war. Diese Entwicklung läuft bereits seit Jahren. Verbunden damit sind auch Änderungen in der Notaufnahme.

In dem Haus im Augsburger Süden sind bereits die Fachbereiche Dermatologie/Allergologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Diabetische Erkrankungen konzentriert. Zudem soll eine Geriatriestation aufgebaut werden.

„Mit der Weiterentwicklung des Klinikum Süd hin zu einer interdisziplinären Fachklinik passt sich auch die Notaufnahme an das neue Leistungsangebot an“, sagt Dr. Chefarzt Markus Wehler, zuständig für die Notaufnahme des Klinikums. Besetzt ist die Notaufnahme in Haunstetten weiterhin 24 Stunden am Tag, wobei diese aber nur noch auf Erkrankungen der Bereiche Dermatologie/Allergologie, HNO und Innere Medizin spezialisiert ist. Von 8 bis 16 Uhr ist montags bis freitags allerdings noch ein Unfallchirurg vor Ort, um Schnittwunden und Knochenverletzungen zu versorgen. Außerhalb dieser Zeiten werden verletzte Patienten, die nicht ins spezielle Behandlungsfeld fallen, mit dem Krankentransport ins Haupthaus gefahren.

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Die Umstrukturierungen seien auch einer „betriebsorganisatorischen Notwendigkeit“ geschuldet, heißt es vom Klinikum. Hintergrund: Vor einigen Jahren war auch schon einmal über eine Schließung des früheren Kreiskrankenhauses, das seit der Eingemeindung Haun-stettens von Augsburg betrieben wird, spekuliert worden. Das erwies sich als haltlos, aber das Problem war, dass an zwei Standorten teils das selbe Programm angeboten wurde – entsprechende Kosten inbegriffen. Die Frage, wie die Notaufnahme zu betreiben ist, stand seit 2010 auf dem Prüfstand.

Das Klinikum, das 2014 erstmals nach Jahren wieder ein Defizit erwirtschaftet hat, versucht, das Haunstetter Haus als eine „interdisziplinären Fachklinik“ zu positionieren. Konkret heißt das: Einige Abteilungen des Klinikums, die wenig Überschneidungen mit anderen Fachbereichen haben, wurden oder werden nach Haunstetten verlagert. HNO, Dermatologie und Geriatrie/Diabetologie würden relativ eigenständig arbeiten, so Andrea Kleisli aus der Pressestelle des Klinikums.

Die Chirurgie verschwindet hingegen aus Haunstetten (abgesehen von der Gefäßchirurgie) und wird mit den Abteilungen im Haupthaus zusammengeführt. Man erreiche so eine bessere Patientenversorgung. „Zum Beispiel kann bei einer tiefen Schnittwunde mit Verdacht auf Verletzung der Nervenstränge umgehend ein Neurochirurg hinzugezogen werden“, so Kleisli.

Langfristig soll auch die Augenklinik aus dem Haupthaus nach Haunstetten umziehen. Die HNO-Klinik, die erst vor einigen Jahren komplett nach Haunstetten verlagert worden war, könnte dann wieder zurückziehen müssen. Abhängig könnte dies auch davon sein, wie die bis zum Jahr 2025 geplante Sanierung des Haupthauses vorangeht. Im Gespräch war in der Vergangenheit auch, dass das 150-Betten-Haus in Haunstetten während er anstehenden abschnittsweisen Sanierung der Bettentrakte im Haupthaus teils als Auffangkapazität genutzt werden könnte. Das Haunstetter Haus wurde erst vor fünf Jahren für knapp 21 Millionen Euro saniert.

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