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Knöllchen-Flut in Inningen: Die Politik muss eine Lösung finden

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Kommentar Von Fridtjof Atterdal
13.05.2019

Die Anwohner am Forellenbach in Inningen brauchen eine Lösung. Die Verwaltung muss sich um einen Ortstermin kümmern.

Strafzettel sind so etwas wie ein Naturgesetz im Leben eines Autofahrers. Man kann sich noch so sehr bemühen, sich rechtstreu zu verhalten, irgendwann erwischt es einen vermutlich doch. Sei es, weil man aufgrund eines Notfalls verkehrswidrig vor der Tür eines Arztes geparkt hat, man „nur ganz schnell“ etwas im absoluten Halteverbot ausladen wollte – oder weil man aus Bequemlichkeit das Auto dann doch direkt vor dem Restaurant abgestellt hat. In so einem Fall nimmt man den Zettel und bezahlt, man ist ja selber schuld.

Ärgerlich ist es, wenn einem praktisch nichts anderes übrig bleibt, als falsch zu parken. Eine Situation, die entstehen kann, wenn Wohngebiete immer dichter bebaut werden und damit die Zahl der Autos dort kontinuierlich wächst. Wenn im Außenbereich Nutzungskonflikte entstehen, weil die vor 60 Jahren geplanten Straßen den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Man könnte natürlich sagen: Selbst schuld, müssen halt die Leute weniger Autos besitzen und fahren. Aber das ist zu kurz gegriffen. Mobilität ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Gut. Und längst ist der Nahverkehr nicht so ausgebaut, dass die Mehrheit realistisch aufs Auto verzichten könnte. Hier darf das Problem nicht auf die Anwohner abgewälzt werden, hier muss die Politik eine Lösung finden.

Am Forellenbach beispielsweise muss die Verwaltung den versprochenen Ortstermin schnellstmöglich durchziehen – die Anwohner brauchen eine Lösung. Und auch wenn in ferner Zukunft vielleicht wirklich weniger Autos in der Stadt unterwegs sind – wenn jetzt neue Gebiete ausgewiesen werden, muss auch an die parkenden Autos gedacht werden.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Knöllchen-Flut in Inningen: Anwohner ärgern sich über Verkehrsüberwacher

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