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Umstrittene Ausstellung

04.06.2009

"Körperwelten" starten in Augsburg

Die umstrittene Ausstellung "Körperwelten" kommt nach Augsburg.

Die umstrittene Ausstellung "Körperwelten" kommt nach Augsburg. Gunther von Hagens zeigt plastinierte Leichen und einzelne Leichenteile. Von Thomas Faulhaber

Von Thomas Faulhaber, Augsburg

Die umstrittene Ausstellung "Körperwelten" läuft in Augsburg. In der Schau werden speziell präparierte Leichen ganz oder in Teilen in lebensnahen Posen gezeigt. Im Kampf um den Veranstaltungsort im süddeutschen Raum hatte sich die Augsburger Messe durchsetzen können. Ab 6. Juni will man für vier Monate die Skandalausstellung zeigen und damit rund 180.000 Besucher anlocken.

Messechef Wolfgang Färber sprach von einer "Riesenchance für Augsburg". Auch OB Kurt Gribl hat sein Einvernehmen erteilt.

Hinter der Ausstellung "Körperwelten", die schon weltweit für Furore und Aufregung gesorgt hat, steht Gunther von Hagens. Der sogenannte "Leichenprofessor" zeigt plastinierte Leichen oder einzelne Leichenteile.

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Körper als Kunstobjekte

Er sieht die Körper eher als Kunstobjekte und will mit seiner Ausstellung den Besuchern einen besseren Eindruck des Körpers und des Wunders Mensch vermitteln. Bei der Stadtspitze hieß es, die Aufregung um die Skandalausstellung habe sich in letzter Zeit beruhigt.

Die Augsburger Messe habe mit dem Projekt die Chance auf eine Riesenveranstaltung. Bis Mitte September soll die Ausstellung in zwei Hallen zu sehen sein. Der Veranstalter rechnet mit bis zu 180.000 Besuchern. Nach dem Feuerwehrtag im Jahr 2000 wäre dies die publikumsträchtigste Veranstaltung, die je auf der Messe stattgefunden hat.

Wie zu hören ist, musste die Augsburger Messe sich besonders anstrengen, den Mietvertrag zu erhalten. Auch andere Messestandorte waren im Rennen. Dabei ist von einer "intelligenten Preispolitik" die Rede gewesen, die den Ausschlag gegeben hätte. Soll heißen: Im Gegensatz zu früher ist man mit den Gebühren nach unten gegangen, um sich attraktive Veranstaltungen sichern zu können.

"Uns ist es wichtig, dass die Messe mit Leben gefüllt wird und die Augsburger auch was von ihrer Messe haben", betont Messe-Chef Färber.

In Heidelberg ein Renner

In Heidelberg haben die "Körperwelten" in rund vier Monaten über 330.000 Besucher angezogen. Die Entscheidung, Körperwelten am Lech zu zeigen, sei auch mit dem Chef des größten privaten Messeveranstalters in Augsburg, der AFAG, abgestimmt.

"Für die finanziell angeschlagene Messe könnte die Ausstellung ein Geschenk des Himmels sein", heißt es in der Branche.

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