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Die Stadt lässt sich die Feste viel Geld kosten

Kommentar Von Michael Hörmann
23.06.2019

Die Stadt investiert viel Geld in Großveranstaltungen wie Modular oder Augsburger Sommernächte. Was das für Konsequenzen haben wird, beleuchtet Michael Hörmann in seinem Kommentar.

Augsburg ist im Feierrhythmus. Das dreitägige Jugendfestival Modular ist am Samstag zu Ende gegangen. Am Donnerstag beginnen die Sommernächte. Es sind zwei Veranstaltungen mit höchst unterschiedlichem Konzept. Modular richtet sich speziell an die Jugend, die für den Besuch Eintritt bezahlt. Das Stadtfest spricht alle Bevölkerungsschichten an. Der Besuch ist kostenlos. Die Dimension beider Veranstaltungen lässt sich daran ablesen, mit welchem Etat gerechnet wird. Bei Modular ist es eine Million Euro. Die Organisation der Sommernächte kostet den Veranstalter mehr als eine halbe Million Euro. Mit 520000 Euro wird kalkuliert. Sponsoren decken einen Teil der Kosten ab.

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Die Diskussion ist geschlossen.

24.06.2019

Ich sehe einen großen Unterschied zwischen dem Modular und den Sommernächten: Das Modular will sich bewusst von den kommerziellen Pop-Festivals absetzen und jungen, weniger bekannten Bands eine Auftrittsmöglichkeit verschaffen. Die Sommernächte hingegen sind rein kommerziell ausgerichtet. Auch wenn es ruhigere Akzente gibt, wie das kulturelle Begleitprogramm oder die Jazz-Ecke: Im Kern wird hier die Innenstadt in eine Feiermeile verwandelt, bei der einige weniger Gastronomen sehr viel Geld verdienen. Die Anwohner*innen müssen Lärm, Unrat, Kontrollen und Zugangsbeschränkungen erdulden.

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