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Elektroauto-Fahrern das Leben nicht unnötig schwer machen

Kommentar Von Eva Maria Knab
13.11.2020

In Augsburg gibt es noch Stolperfallen für die wachsende Zahl umweltschonender Autofahrer. Diese müssen entfernt werden.

Noch ist der Anteil von Elektroautos am motorisierten Verkehr in Augsburg sehr gering. Aber wohl auch wegen der hohen staatlichen Förderung beim Kauf sind die Zulassungszahlen deutlich gestiegen. Dieser wachsenden Zahl von umweltschonenden Autofahrern sollte man es in Augsburg nicht unnötig schwer machen.

Ladestellen für E-Autos müssen zuverlässig funktionieren

So ist es nicht akzeptabel, wenn eine der wenigen öffentlichen Schnellladestationen in der Stadt seit Wochen defekt ist. Es ist zwar nur ein Einzelfall. Aber auch als E-Autofahrer muss man sich auf eine zuverlässig funktionierende Infrastruktur zum Stromladen verlassen können. Bei einer normalen Tankstelle für fossile Kraftstoffe wäre es undenkbar, dass sie so lange ausfällt. Die Stadtwerke stehen als flächendeckender Anbieter von Ladestationen in Augsburg in der Pflicht, dass ihre Tankstellen funktionieren oder in einem angemessenen Zeitraum repariert werden. Das ist am Schwall nicht der Fall.

Die Beschilderung an Zapfsäulen in Augsburg könnte besser sein

Unnötig schwer haben es die E-Autofahrer auch mit der städtischen Beschilderung an den Zapfsäulen. Warum kann man die Plicht zur Parkscheibe nicht direkt auf der Tankstation ausweisen, wo Autofahrer hantieren und die Vorschriften im Blick haben? Stattdessen tappen sie in die Strafzettel-Falle, wenn sie beispielsweise am Ulrichsplatz eines der vielen, vielen Schilder am Straßenrand übersehen. Hier wäre eine pragmatische Lösung mit gut sichtbaren Vorschriften nötig, statt Neulinge unter den E-Autofahrern unnachgiebig mit Bußgeldern zu verfolgen.

Lesen Sie dazu den Artikel: Ihre erste Fahrt mit dem E-Auto in Augsburg wurde zum Fiasko

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.11.2020

Sorgfaltspflicht verletzt = Knöllchen zu Recht...
von jedem anderen Verkehrsteilnehmer erwartet man das auch...und ein Hinweisschild in 1,5m Entfernung...da muss man sich schon anstrengen um das nicht zu sehen...












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13.11.2020

>> Stattdessen tappen sie in die Strafzettel-Falle, wenn sie beispielsweise am Ulrichsplatz eines der vielen, vielen Schilder am Straßenrand übersehen. <<

Aber mit dem Verbrenner-SUV soll man dann die "vielen, vielen Schilder am Straßenrand" alle überblicken?

>> Die Stadtwerke stehen als flächendeckender Anbieter von Ladestationen in Augsburg in der Pflicht, dass ihre Tankstellen funktionieren oder in einem angemessenen Zeitraum repariert werden. <<

Was soll das in einem Kommentar, wenn im Artikel das zu lesen ist:

>> Sprecher Jürgen Fergg sagt dazu auf Anfrage, die Stadtwerke seien bei der Reparatur auf den Hersteller angewiesen. Mit diesem stehe man in Kontakt, wann die Arbeiten ausgeführt werden, könne man derzeit leider nicht sagen. <<

Kommt mit dem E-Auto eine neue, hochnäsig fordernde Autofahrergeneration auf uns zu?

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