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Handel: Die vielen Probleme des Helio-Centers

Kommentar Von Andrea Wenzel
05.08.2019

Die Ladenpassage kommt nicht so gut an wie geplant. Dies hat vielfältige Gründe. Ob sie zu lösen sind?

Knapp ein Jahr nach der Eröffnung ist das Helio-Center am Hauptbahnhof noch immer nicht richtig in Schwung gekommen. Es fehlen nach wie vor Mieter. Die Großbaustelle rund ums Center verhindert zudem, dass Bahn-Fahrgäste das Helio als Durchgang auf dem Weg von und zu den Gleisen nutzen. Das Center wird bislang nicht so genutzt, wie es sich Mieter vor Ort gewünscht hatten – und wie es die Sanierer zunächst versprachen: Als Anlaufstelle vor allem für Bahnreisende, die auf dem Weg zum oder vom Zug ihre Erledigungen in der Apotheke, beim Supermarkt oder der Drogerie machen. Gut angenommen werden dafür die Restaurants und auch die Vergnügungseinrichtungen wie das Kino oder das Bowlingcenter.Das war auch schon beim Vorgänger Fuggerstadt-Center so.

Einige Mieter müssen sich nach knapp einem Jahr jedoch fragen, ob sie auf den richtigen Standort gesetzt haben. Überraschend ist das nicht: Kaum ein Bahnpendler braucht einen Supermarkt, die wenigsten eine Apotheke. Als Ladenpassage zum Bummeln ist das Helio auch wenig einladend.

Auch andere Passagen haben es schwer

Ladenpassagen haben es in Augsburg schwer. Die Augusta-Arkaden dümpelten jahrelang vor sich hin, die Wende kam erst mit einem Komplettumbau und der Konzentration auf einen Hauptmieter. Das Schwabencenter soll zwar gerettet werden, der Ausgang des Vorhabens aber ist offen. Die Viktoria-Passage gegenüber des Helio-Centers steht bis auf den Ankermieter Peek&Cloppenburg so gut wie leer. Derzeit wird aber umgebaut und alles soll besser werden.

Das Gelände rund um den Hauptbahnhof ist für viele Augsburger gefühlt weit entfernt vom Zentrum – und wegen des Umbaus zudem unattraktiv. Ändern könnte sich das, wenn der Bahnhof fertig ist – und wenn es Ideen für eine Neugestaltung der Bahnhofstraße gibt. Dort dominieren bis auf wenige Ausnahmen derzeit Billigläden und Imbissgeschäfte. Attraktiv ist sie als „Einfallstraße“ für ankommende Bahnreisende jedenfalls nicht. Die Frage ist, ob sich das aber jemals ändern muss. Denn durch die Verlagerung der Tramstation unter den Hauptbahnhof sollen Bahnreisende künftig ja direkt vom Bahngelände aus ins Zentrum gefahren werden. Kommt es soweit, stehen das Helio und viele andere Geschäfte noch vor ganz anderen Herausforderungen.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel: Das Augsburger Helio-Center ist noch immer Baustelle

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