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Deutschland-Türkei

21.06.2017

Kommentar: Was die Stadt tun sollte

Wie positioniert sich die Stadt in dem weitreichenden Konflikt zwischen den Anhängern und Gegnern des muslimischen Predigers Fethullah Gülen?

Wie positioniert sich die Stadt in dem weitreichenden Konflikt zwischen den Anhängern und Gegnern des muslimischen Predigers Fethullah Gülen? Das für Kindertagesstätten zuständige Augsburger Sozialreferat sieht bei dem Gülen-nahen Verein „Frohsinn“ auf Anfrage nicht den geringsten terroristischen Zusammenhang. Der Träger erfülle alle regelmäßig kontrollierten Standards.

Auch der Vorwurf des türkischen TV-Reporters an die Stadt, sie leiste finanzielle „Terrorunterstützung“, sei völlig abwegig. Migrationsreferent Reiner Erben stellt sich hinter den Frohsinn-Vorsitzenden Mustafa Güngör, in dem er ihn als stets „zuverlässigen Ansprechpartner“ lobt. Aus dem Ausland gesteuerte Anfeindungen und Diffamierungen seien für das Zusammenleben in der Stadt nicht hinnehmbar, sagt der Referent.

Als Mittler zwischen Frohsinn und den islamischen Ditib-Gemeinden, die über ihren Dachverband zum Religionsministerium der Türkei gehören und wesentliche Teile der türkischen Staatspolitik mittragen, hat sich die Stadt bisher allerdings nicht geoutet. Anders Ingolstadt: Hier sorgte die Integrationsbeauftragte für ein moderiertes Gespräch zwischen den beiden Konfliktparteien. Woraufhin Ditib den dortigen Gülen-nahen Verein „Atlantik“ zum gemeinsamen Fastenbrechen in die Moschee lud. In Augsburg wird eine solche Annäherung wohl noch etwas auf sich warten lassen.

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