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Wetter

14.01.2020

Kommt der Winter noch nach Augsburg?

Die Weiße Gasse im Januar 2019 zeigte sich dick verschneit.
Bild: Axel Hechelmann

Vor einem Jahr um diese Zeit lag in Augsburg Schnee. Davon fehlt in diesem Winter bislang jede Spur. Ein Meteorologe erklärt, wann sich das ändern könnte.

Eine Aufnahme von Anfang Januar 2019 zeigt die Weiße Gasse in der Augsburger Altstadt vollkommen verschneit. Ein starker Kontrast zu dem milden Wetter, das in den vergangenen Tagen in Augsburg herrschte und noch herrscht. Ist ein solches Bild in Augsburg in diesem Jahr überhaupt noch zu erwarten?

Nein, sagt Jürgen Schmidt, Diplom-Meteorologe von Wetterkontor und er sieht noch über diese begonnene Woche hinaus: Einen Wintereinbruch wie im vergangenen Januar werde es vorerst in der Region nicht geben.

Die Weiße Gasse im Januar 2020: von Schnee keine Spur.
Bild: Silvio Wyszengrad

Vor einem Jahr gab es Schnee und Dauerfrost in Augsburg

Dieser Januar, er erinnert mehr an einen April: Immer wieder blitzt die Sonne durch die Wolken und teilweise können sich Augsburger sogar schon richtig in den Lichtstrahlen wärmen. Die ersten Tage des neuen Jahres erinnern nur wenig an die Winterjahreszeit. Vergangenes Jahr sah es in der Stadt noch ganz anders aus. Auch wenn der Winter kurz ausfiel, hatte es bis Januar schon ein paar Mal Schnee und Dauerfrost gegeben.

Schmidt kennt die Daten genau: Der Dezember 2018 und der Februar 2019 waren zwar verhältnisweise ein bisschen zu warm und zu nass, dafür gab es im Januar häufiger mal Schnee und Dauerfrost. „Zwischen dem 10. und 14. Januar hatte Augsburg eine Schneedecke von 10 bis 18 Zentimeter und auch der restliche Januar war recht schneereich“, fasst der Meteorologe zusammen. Das stehe im starken Kontrast zu dem diesjährigen Winter. „Wir haben von Anfang Dezember 2019 bis heute 86 Prozent überdurchschnittlichen Sonnenschein.“

Winter in Augsburg: Wohl kein Schnee bis Ende Januar

Der einzige Schnee und auch Dauerfrost wurden am 5. Dezember 2019 gemessen. Mit Schnee wie im vergangenen Jahr kann bis zum 20. Januar erst einmal nicht gerechnet werden. Es werde weiterhin so mild bleiben und die Temperaturen rutschen nur in den Abend- und Morgenstunden mal unter null Grad.

Einen kalten und verschneiten Februar schließt der Meteorologe aber nicht aus. „Vor zwei Jahren hatten wir ebenfalls einen milden Start in die Winterzeit. Allerdings zogen sich die frostigen Wetterbedingen dann vom Februar bis in den März“, so Schmidt.

Vorerst bleibt es aber sonnig in Bayern, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. Dabei gebe es jedoch große Temperaturunterschiede. Rund um die Donau sei es mit maximal ein bis vier Grad vergleichsweise kalt, während die Temperaturen am Untermain auf 13 Grad steigen.

Der Donnerstag startet im Freistaat den Meteorologen zufolge oft stark bewölkt, im Laufe des Tages setzt sich zunehmend die Sonne durch. Sonnig bleibt es zunächst auch am Freitag, später ziehen von Westen her Wolken auf. Außer im westlichen Franken können die Regenschirme tagsüber aber getrost zu Hause bleiben. Die Temperaturen erreichen den Angaben zufolge drei Grad an der unteren Donau und im Fichtelgebirge und bis zu zehn Grad am Untermain und im Unterallgäu.

Lesen Sie dazu auch: Warum immer mehr Störche im Winter lieber hier bleiben

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