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Konzert in Augsburg

23.11.2019

Komponist Robert Maximilian Helmschrott: In St. Thaddäus begann seine Karriere

Komponist Robert Maximilian Helmschrott freut sich auf das Konzert, das am Sonntag zu seiner Ehre in St. Thaddäus stattfindet. Die Orgel spielt bei diesem Anlass die Kirchenmusikerin Patricia Ott.
Foto: Annette Zoepf

Der Komponist Robert Maximilian Helmschrott war vor 60 Jahren Organist in der Kirche in Kriegshaber. Am Sonntag wird dieses Jubiläum mit einem Konzert gefeiert.

Orgelmusik hat in der Pfarrei St. Thaddäus nicht allein im Gottesdienst einen festen Platz. Regelmäßig finden Konzerte in der Kirche statt, die gerne auch etwas Außergewöhnliches sein dürfen. Im vergangenen Jahr spielte zum Beispiel der Organist der Kathedrale in Havanna in der Kirche an der Ulmer Straße. Am Sonntag, 24. November, wird es um 17 Uhr wieder einen besonderen Orgelabend geben: Ein Konzert zu Ehren des ehemaligen Chorleiters und Organisten Robert Maximilian Helmschrott mit dem Titel „Dans la lumière Thaddæ – Im Licht von Thaddäus“.

Genau 60 Jahre ist es her, dass der Komponist und ehemalige Präsident der Hochschule für Musik in München seine musikalische Laufbahn in St. Thaddäus begann.

Helmschrott gab Konzerte in der ganzen Welt

1938 in Weilheim geboren, verbrachte Helmschrott seine frühe Kindheit in der Fuggerstadt. Kurz vor Kriegsende ging es wieder zurück nach Oberbayern. Nach dem Studium der Kirchenmusik in München bescherten ihm dann seine Kontakte zum damaligen Augsburger Domkapellmeister 1959 seine erste Anstellung: Er wurde Organist und Chorleiter in St. Thaddäus. 1961 führte ihn sein Werdegang aus Augsburg fort. Es folgten ein längerer Studienaufenthalt in Rom, verschiedene Tätigkeiten an der Hochschule für Musik in München, zahlreiche Kompositionen, vor allem für die Orgel, und Konzertreisen um die ganze Welt.

In all der Zeit pflegte er zu Augsburg und St. Thaddäus eine enge Verbindung: „Ich bin von meiner Herkunft her ein Augsburger geblieben, auch wenn ich durch meinen Beruf viel herumgekommen bin“, sagt Helmschrott. Die Rückkehr an den Ort, an dem für ihn seine musikalische Laufbahn begann, ist für Helmschrott ein besonderes Ereignis. „Ich bin dankbar und glücklich, dass ich hier stehen darf.“

Kriegshaber Pfarrer kennt die Werke noch nicht

Auch Pfarrer Gerhard Groll und der amtierende Organist von St. Thaddäus, Werner Zuber, freuen sich auf das Konzert. „Es ist wirklich spannend, jemanden zu treffen, der schon in der Kirche gewirkt hat, bevor wir überhaupt geboren waren“, sagt Groll. Anders als Zuber ist Groll mit den Werken von Helmschrott bisher aber noch nicht vertraut. „Ich bin schon sehr gespannt auf die Stücke und auch die Illumination der Kirche“, sagt der Pfarrer. Für Zuber hat die Begegnung wohl auch etwas von einem Treffen mit einem Idol. In Musikerkreisen sei Helmschrott ja durchaus ein Name, sagt der Organist.

Das Konzert am Sonntag wird er allerdings nicht selbst spielen. Die Münchner Konzertorganistin Patricia Ott spielt einige ausgewählte Stücke Helmschrotts auf der Orgel. Die beiden kennen sich schon einige Jahre, und Helmschrott schwärmt: „In der Interpretationen von Patricia Ott fühle mich sehr gut wiedererkannt.“ Sie habe einen außergewöhnlichen Zugang zu seinen Werken.

Konzert mit Bezug zu St. Thaddäus

Das ist besonders wichtig, wenn es um Stücke mit starkem persönlichen Bezug geht. So wie das Stück, das dem Konzert seinen Namen gibt. Helmschrott hat darin einen persönlichen Schicksalsschlag aufgearbeitet. Das Programm des Abends haben die beiden gemeinsam zusammengestellt. Das zentrale Thema der Stücke ist interreligiöser Dialog. Der ist Inhalt in einigen von Helmschrotts Werken und angesichts weltweiter Ereignisse von aktueller Bedeutung. Der persönliche Bezug zu St. Thaddäus kommt jedoch nicht zu kurz: Es werde auch ein Tauflied gespielt, das gut zur Situation passe: „Das war ja wie eine Art Taufe, die erste Stelle hier“, sagt Helmschrott schmunzelnd.

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