Newsticker

Corona-Pandemie verschlechtert weltweite Ernährungslage
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Konzepte verändern sich, die gute Laune bleibt

27.06.2009

Konzepte verändern sich, die gute Laune bleibt

Seit mehr als zwei Jahren leitet sie das Museum im Wittelsbacher Schloss in Friedberg, dabei ist Alice Arnold-Becker erst 33 Jahre alt. "Das kann man nicht planen", sagt sie über ihren Werdegang. Es gehöre viel Glück dazu. Spannend sei die Stelle der Museumsleiterin. "Hier kann ich etwas bewirken", ist sich die gebürtige Stuttgarterin sicher. Die Augen hinter der Brille lachen dabei noch stärker als sonst.

Großen Wert legt sie auf ein vielfältiges Programm im Schlossmuseum, um möglichst viele Menschen anzusprechen. "Ich mache die Ausstellungen nicht für mich selbst, sondern für die Bevölkerung", stellt sie fest.

Von der Idee bis zur Eröffnung einer Ausstellung ist mindestens ein Jahr Vorbereitung nötig, so Arnold-Becker. Lediglich sieben Monate waren es bei der aktuellen Sonderausstellung über die Jesuiten, die dank der Kooperation mit dem Orden rechtzeitig zustande kam.

Im Vorfeld entwickle und verändere sich das Konzept einer Ausstellung ständig. Beispielsweise bei der zum 750-jährigen Schlossjubiläum. Anfangs war nur klar, dass die Vergangenheit beleuchtet werden sollte. Arnold-Becker reichte das nicht, sie entwickelte einen künstlerischen Parcours durch das Schloss. "Ich wollte das Thema erlebbar machen", erinnert sie sich gut gelaunt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Über Berlin zurück nach Süddeutschland

Nachdem sie Kunstgeschichte sowie Museums- und Ausstellungswesen in München studiert hatte, führte ein Volontariat Arnold-Becker nach Berlin, an die Neue Nationalgalerie. Dort geriet sie zufällig in die Vorbereitungen für die Ausstellung "Tokyo-Berlin / Berlin-Tokyo" und arbeitete schließlich als Co-Kuratorin.

"Berlin ist eine wichtige Metropole für die Kunst", sagt sie. Doch sie habe zurück nach Süddeutschland gewollt. Im Februar 2007 trat sie die Stelle in Friedberg an. Das Team dort sei kleiner, doch sie habe sich schnell wohlgefühlt. "Die Arbeitsatmosphäre ist angenehm", sagt die lebensfrohe Frau.

Bald soll sich das Schloss zu einem kulturellen Zentrum wandeln. Dafür wird das Museum innerhalb des Gebäudes umziehen, was neue Möglichkeiten eröffnet. "Ich denke ständig über die Konzeption nach", sagt sie offen und ein Hauch von Anstrengung huscht über ihr jugendliches Gesicht.

Eine Idee hat sie bereits: Sie will das Museum mit seinem Bestand so gestalten, dass die Friedberger Geschichte wie ein roter Faden die Elemente verbindet. "Eine große Aufgabe", fasst Alice Arnold-Becker engagiert zusammen und lächelt schon wieder.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren