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Augsburg

19.01.2020

Kritik an der „Übergroßen Koalition“

Peter Grab, Anna Tabak und Helmut Bauer (von links) beim Neujahrsempfang der WSA.
Bild: Annette Zoepf

Die WSA machte ihren Neujahrsempfang zur Wahlkampfparty. An der Stadtregierung lassen die Redner kein gutes Haar.

Zu einer Wahlkampfparty hat die Wählervereinigung WSA ((Wir sind Augsburg) ihren Neujahrsempfang im Oberen Fletz des Rathauses gemacht. Der als „singender Fliesenleger“ bekannt gewordene Michael Rauscher, als Kandidat auf der WSA-Stadtratsliste, brachte mit Liedern wie „Auf uns“ von Andreas Bourani die rund 300 Gäste zum Klatschen und Mitsingen. Kampfsportler und ebenfalls WSA-Kandidat Guido Fiedler ließ Kinder seiner Kampfsportschule „Tigers Arena“ vor den Gästen Elemente aus dem Training vorführen. Vier Kameras übertrugen das Spektaktel auf eine große Videoleinwand.

Inhaltlich ging es bei den Reden von WSA-Oberbürgermeisterkandidatin Anna Tabak und WSA-Stadtrat Peter Grab vor allem um das vermeintliche Versagen der von ihnen als „Übergroße Koalition“ betitelten Stadtregierung.

WSA will in Fraktionsstärke ins Augsburger Rathaus einziehen

Tabak bedankte sich bei den Förderern der Politgruppierung, dass man in kurzer Zeit die notwendigen Unterschriften zusammen bekommen konnte, damit die WSA zur Stadtratswahl antreten darf. 540 Unterschriften für die Liste und 531 für Anna Tabak sind das aktuelle Ergebnis. Jetzt wolle man auf jeden Fall auch in Fraktionsstärke ins Rathaus einziehen, setzte Tabak die Marke.

Kritik an der „Übergroßen Koalition“

Der SPD warf Tabak eine asoziale Politik und Ideenlosigkeit beispielsweise beim Thema bezahlbarem Wohnraum vor. Mehrfach kam sie auch auf das Thema der Lagerfläche für Baumaterial in der Schönbachstraße zu sprechen, wo nach nach Ansicht der WSA giftiger Sondermüll gelagert werden soll. Tabak warf den Grünen hier Versagen vor. Sie nannte die Grünen eine „Verbotspartei“ und unterstrich das mit Beispielen wie dem von der Partei vorgeschlagenen Leinenzwang für Hunde im Siebentischwald.

Unesco-Sponsoren nicht genug gewürdigt

Auch Peter Grab ließ kein gutes Haar an den Kollegen im Stadtrat. So habe er in der letzten Stadtratsperiode als Kulturreferent und dritter Bürgermeister das Projekt Unesco-Weltkulturerbe gegen den Widerstand des damaligen Finanzreferenten auf den Weg gebracht; die Sponsoren, die diesen ersten Schritt der Bewerbung überhaupt möglich gemacht haben, seien nie gewürdigt worden.

Grab sagte, Augsburg ginge es finanziell so gut wie nie zuvor. Trotzdem habe es die Stadtregierung geschafft, einen riesigen Schuldenberg anzuhäufen, der in den kommenden Jahren noch zu Schwierigkeiten führen werde. „Die politische Übermacht hat so hohe Personalkosten produziert wie nie zuvor“, kritisierte er. „Warum brauchen wir eine von den Grünen beantragte Biopausenbrot-Stelle?“ stellte er ein den Raum. Die WSA werde auch dafür sorgen, dass die Grund- und Gewerbesteuer auf das Durchschnittsniveau vergleichbarer Städte gesenkt werde, kündigte er an.

Lesen Sie dazu auch: Stadtratswahl: Guido Fiedler bleibt auf der WSA-Liste

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