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Kunstförderpreise

18.11.2017

Künstler sind wie Kommunikationstrainer

Kulturreferent Thomas Weitzel umringt von glücklichen Kunstförderpreisträgern: Jonas Herpichböhm (von links), Alke Stachler, Amélie Rettenbacher, Verena Kandler, Hanna Sikasa und Theodor Kollross.
Bild: Fred Schöllhorn

Vom Jazzpianisten bis zu trommelnden Grandhotel-Aktivisten: Stadt zeichnet junge Talente aus

Auch traditionsreiche Veranstaltungen wie die Vergabe der mit 3500 Euro dotierten Augsburger Kunstförderpreise bergen feine Überraschungen. Den Festakt eröffnete Thomas Weitzel, der überzeugend die Schlüsselrolle beleuchtete, die Künstler als „Kommunikationstrainer“ spielen. Sie fordern die Rezipienten dazu heraus, ihre Werke zu entschlüsseln und vermitteln Kernkompetenzen wie Empathie, Innovationslust, Flexibilität oder Kreativität als Motoren einer handlungsfähigen Gegenwartsgesellschaft.

In diesem Jahr nahmen nur 18 Bewerber an den Jurierungen teil. Den Jurygremien fielen neben den je zwei Preisträgern aus den Sparten Musik/Jazz, Ballett (krankheitsbedingt abwesend geehrt wurde die Tänzerin Anna Viktoria Zesakes) und Literatur drei mit Sonderpreisen geförderte Talente auf: Der Lions Club Augsburg-Elias Holl zeichnete mit einem Scheck über 1500 Euro den erst 18-jährigen Jazzpianisten Theodor Kollross aus, der zum Auftakt im „C Jam Blues“ mit makelloser Spieltechnik sowie raffiniert-tiefsinnigen Improvisationen verblüffte. Ausstrahlung, Präzision und Passion vereinte die Ballettelevin Amelie Rettenbacher im Modern Solo „Human 1“ (Choreografie: Daniel Zaboj, der sie unterrichtet), das den „Maureen-Denman-Preis“ wert war. Vom Meisterkurs-Stipendium Bildende Kunst profitiert die in Bobingen geborene Kunstpädagogikstudentin Verena Kandler, die Spiegelflächen für ihre Bildmetaphern nutzt.

Die rhythmische Intervention in Form trommelnder Grandhotel-Aktivisten war Folge des „Particula -Kunstpreis“, den Klaus Zöttl als Zeichen der Hoffnung für ein besseres Zusammenleben vergab. Alke Stachler (Jahrgang 1984) präsentierte Auszüge aus ihrem literarischen Werk, die von einer ins Grenzenlose gerichteten poetischen Gestaltungskraft zeugten. Sinnlich, stark, außergewöhnlich! Emotional auch der Auftritt der facettenreichen Sängerin Hanna Sikasa, die Soul, Pop und Jazz stimmlich souverän und funkelnd fusioniert und allenfalls noch an ihrer Körpersprache feilen darf.

Das Finale gebührte dem jetzt in Mannheim lebenden Augsburger Percussionisten Jonas Herpichböhm, der als dritter Förderpreisträger seiner musikalischen Familie über das ganze Gesicht strahlte und diese Freude versiert und „lautstark“ in den Raum trommelte.

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