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26.07.2010

Kultivierter Jazz

Im vergangenen Jahr als musikalische Versuchsanordnung gestartet und von den Besuchern des morgendlichen Fronhof-Konzertes im Rahmen des Open-Air-Festivals 2009 mit Jubel bedacht, ging das Sophisticated Big Band Projekt von Wolfgang Lackerschmid heuer in die zweite Runde. Und wieder war das Wetter den Musikern und dem Publikum wohlgesonnen.

Bevor jedoch das musikalische Chamäleon Lackerschmid mit seiner 14 Mann starken Besatzung am Sonntag die Bühne im Fronhof betrat, lieferte das Krio Trio einen einstündigen Warm-Up, der einen staunen ließ. Zwar war das Repertoire der drei aus Prag kommenden Musiker - von Bedrich Smetana über Dave Brubeck bis Dizzy Gillespie reichend - facettenreich, doch der vom klassischen Bass auf Jazz-Schlagzeug umgestiegene Bandleader Thomas Vybiral konnte trotz edler Mitmusiker (Krystof Marek am Piano und Petr Ducksky am Kontrabass) wenig überzeugen.

Wohltuend differenziert die ausgefeilten Arrangements

Wie wohltuend differenziert klangen dagegen die ausgefeilten Arrangements der Sophisticated Big Band, die mit Wolfgang Lackerschmid dessen niveauvolle Werke mondän zum Besten gaben.

Mit einem auf zehn Musiker erweiterten Bläsersatz und einer großartigen Rhythmus-Abteilung (Walter Lang am Piano, Martin Schmauch am Kontrabass und dem fantastischen Schlagzeuger Samuel Dühsler aus Basel, eine grandiose Neuentdeckung!) ausgestattet, schwangen Lackerschmids Kompositionen durch die kühle Luft. Die Musik lieferte Feinfühliges beim "Waltz for Berlin", kämpfte im komplexen "Sabada" erfolgreich gegen ungerade Metriken, badete im swingenden Siebenviertel beim "Blue Ouzo". Und immer waren Solisten zu hören, die sich passend ins Ganze fügten. (eric)

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