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Augsburg

08.11.2018

Kulturtage sind Motor der Stadtteilentwicklung

Kultstatus hat mittlerweile das Abschlusskonzert der Hochzoller Kulturtage mit Isabell Münsch. In diesem Jahr erfüllte sie sich selbst einen Traum damit und trat mit ihren Künstlerkollegen Njamy Sitson und Peter Bader in der Zwölf-Apostel-Kirche auf. 500 Besucher füllten die Bänke.
Bild: Annette Zoepf

500 Besucher allein beim Abschlusskonzert mit Kultstatus in der Zwölf-Apostel-Kirche in Hochzoll-Süd.

Die Begegnung von Isabell Münsch mit Njamy Sitson und Peter Bader zieht 500 Besucher an. Dankbar für das Engagement der Sponsoren

Die Macher der Hochzoller Kulturtage sind überwältigt. An die 3000 Besucher zählten sie bei 26 Veranstaltungen unterschiedlicher Couleur während des Monats Oktober. Allein zum Abschlusskonzert mit Isabell Münsch, das mittlerweile „Kult-Status“ aufweist, füllten 500 Menschen die Zwölf-Apostel-Kirche. Das Besondere an Allerheiligen war diesmal, dass es zu einer lange geplanten musikalischen Begegnung mit Njamy Sitson und Peter Bader kam. Gemeinsam öffnete das Trio die Portale in andere Welten.

Was Pia Haertinger und Gregor Lang vom Hochzoller Kulturtage-Verein für besonders bemerkens erachten, ist, dass das Prinzip „kostenlos und spenden“ funktioniert. Im Durchschnitt wandern nach dem Kunstgenuss pro Besucher fünf Euro ins Spendenkörbchen, das die Veranstalter in den Reihen zirkulieren lassen. Viele von denen, die sich als Dauergäste unters Publikum mischen, geben laut Gregor Lang auch mehr. Jedoch betont er, dass der veranstaltende Verein den Künstlern natürlich Gagen bezahle, weshalb die Sponsoren unverzichtbar sind. „Eine Basis von 4000 Euro“, sagt Lang, „muss vorab da sein, um Kulturtage machen zu können.“

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Mittlerweile bezeichnen Pia Haertinger und Gregor Lang die Kulturtage als „Motor der Stadtteilentwicklung“ Hochzolls. Beide haben die Erfahrung gemacht, dass alle, die mitmachen, die Atmosphäre als beseelend, bereichernd und identitätsstiftend schätzen. Die Dankbarkeit der Gäste weiß Pia Haertinger zu schätzen. Mit Freude beobachtet sie, dass mittlerweile viele Besucher aus den Nachbarstadtteilen zu den Veranstaltungen kommen.

Pia Haertinger vom Hochzoller Kulturtage-Verein über den Erfolg der Kulturtage 2018.
Video: Silvia Kämpf

Auftakt spielt zentrale Rolle

Doch auch wenn den Veranstaltern die Strapazen der zurückliegenden Wochen noch spürbar in den Knochen stecken, so denken sie jetzt schon an die 13. Auflage der HoKuTa. Sie wollen weiterentwickeln, was sich über zwölf Jahre so prächtig etabliert hat. Die Frage ist, wie das Gemeinwesen zusätzlich gestärkt werden kann. Während der neu gestaltete Zwölf-Apostel-Platz auch in diesem Jahr zum Auftakt eine zentrale Rolle spielte, beim Open-Air-Konzert der Concert Band des Rudolf-Diesel-Gymnasiums unter Leitung von Thomas Schneider im Fokus stand, träumt der Vorsitzende des Kulturtage-Vereins davon, weitere Plätze zu bespielen. Inspiriert von der öffentlichen Klavier-Aktion „Play Me I’m Yours“ hat er unter anderem den Peterhof-Platz im Blick. Und manchmal werden Bedenkenträger durch Ausprobieren eines Besseren belehrt. So habe die Erfahrung gezeigt, dass ebenso spontane wie öffentliche Auftritte entgegen mancher Einschätzung funktionieren und ihr Publikum finden. Exemplarisches Beispiel dafür war im zurückliegenden Monat der Programmpunkt „Hochzoller Poesie überall“. Dabei machte Marek Schuster deutlich, dass Konzerte auch unter der Brücke – genauer gesagt, unter der Afra-Brücke – einen Platz und Zuhörer haben.

Ein Resümee der Hochzoller Kulturtage von Gregor Lang (Hochzoller Kulturtage-Verein).
Video: Silvia Kämpf

Jugend soll mitgestalten

Gregor Lang ist als SPD-Ortsvorsitzendem daran gelegen, dass sich Jugend am politischen Mitgestalten beteiligt. Im Bürgertreff Holzerbau diskutierten junge Politiker mit jungen Gästen. Dabei formulierten sie ihr Bedürfnis nach einem Treffpunkt, wie er in der Alten Schule geplant ist. (sil)

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