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Augsburg

01.07.2020

"KunstWerk Open Air": Jetzt kehrt die Kultur ans Gaswerk zurück

Das Jugendfestival Modular konnte dieses Jahr nicht auf dem Gaswerk-Areal in Oberhausen stattfinden. Nun gibt es dort dennoch kulturelle Veranstaltungen - beim KunstWerk Open Air.
Bild: Bernd Hohlen (Archiv)

Plus Theatervorstellungen und das Modular wurden wegen Corona abgesagt. Nun sind wieder Veranstaltungen möglich. Beim "KunstWerk Open Air" in Augsburg ist ein vielfältiges Programm geboten.

Große Veranstaltungen sind in diesem Sommer tabu. Dafür erobern nun die kleinen Bühnen rechtzeitig zur Open-Air-Saison die Stadt. Bis zum 26. Juli sorgt das Staatstheater donnerstags bis sonntags auf der Open-Air-Bühne „Kunstrasen“ im Martinipark für Programm. Auf der Sommerbühne im Annahof veranstalten einige Kooperationspartner bis Mitte August Kunst und Kultur. Die Neue Szene bietet ein Musikfestival im 11er Biergarten in der Rosenau. Ab Freitag, 3. Juli, wird nun auch eine Bühne am Gaswerk bespielt: Beim Kunst Werk Open-Air sind ebenfalls Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen geplant.

Christoph Elwert und das Team seiner Marketing- und Eventagentur Mategroup haben in den vergangenen Wochen das Programm auf die Beine gestellt. Bereits in den vergangenen Monaten hat Elwert einen Beitrag dazu geleistet, dass das kulturelle Leben in Augsburg nicht völlig zum Erliegen gekommen ist. Er betreute die rund 100 Livestreams der Club & Kulturkommission Augsburg während der Zeit der corona-bedingten Schließungen von Kulturstätten. Nun sind kulturelle Veranstaltungen im kleinen Rahmen wieder möglich. „Ich stand ohnehin mit den Stadtwerken im Kontakt wegen einer Veranstaltungsreihe. Sie unterstützen das Projekt als Sponsor. Weitere Partner sind der Augsburger Stadtsommer und BR Puls“, sagt er.

Christoph Elwert.
Bild: Viktor Schwenk

Bis vergangenen Sommer war Elwert Festivalleiter des Jugendfestivals Modular. Er kenne die Gegebenheiten vor Ort und will mit der Veranstaltungsreihe das Areal am Oberhauser Gaskessel beleben, nachdem Modular in diesem Jahr aufgrund der weltweiten Pandemie nicht stattfinden konnte und auch das Staatstheater seine Vorstellungen im Gaswerk bereits frühzeitig absagen musste. Die Veranstaltungsreihe soll auch die Künstler-Szene unterstützen. „Wir freuen uns sehr, dass das KunstWerk Open Air auf unserem Gaswerkareal über den Sommer hinweg verschiedensten Künstlern, die durch die Corona-Krise oft schwer getroffen sind, eine Auftrittsmöglichkeit bietet“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Alfred Müllner.

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KunstWerk Open Air: Jesper Munk und Roger Reckless treten dort auf

Die Bühne am Gaswerk darf in den kommenden zwei Monaten maximal 34 Mal bespielt werden. Es wird Veranstaltungen in den Bereichen Pop, Theater, Literatur, Klassik und auch Termine für Kinder geben. Sie werden donnerstags bis sonntags stattfinden. Bereits datiert ist unter anderem ein Konzertabend mit den Bands Go Go Gazelle und Matija am Freitag, 3. Juli, ein Jazzabend mit verschiedenen Formationen am Samstag, 4. Juli.

Der literarische Salon findet am Donnerstag, 9. Juli, statt, elektronische Musik gibt es am Samstag, 11. Juli. Die Musiker von Impala Ray (10. Juli), sowie Jesper Munk (18. Juli) und Roger Reckless (22. August) sind ebenfalls mit von der Partie. Die Band „Das Ding aus dem Sumpf“ gibt am Freitag, 17. Juli, dort ein Konzert, am Sonntag, 26. Juli, ist ein Programm für Kinder geplant. Horst Thieme will dort einen Slam abhalten – Kooperationen mit etwa dem Jazzclub oder dem Abraxas sind ebenfalls angedacht. „Reggea in Wulf kann ja genauso wenig stattfinden, wie alle anderen größeren Feste in der Region. Möglicherweise übernehmen die Veranstalter einen Abend auf dem Gaswerkareal.“

Auftritte am Augsburger Gaswerk: Zuschauerbereich wird bestuhlt

Christoph Elwert betont, dass es sich bei den Veranstaltungen um kein Festival handelt. Die Abende sind von 18 bis 23 Uhr beziehungsweise 19 bis 22 Uhr terminiert. „Das Programm steht im Mittelpunkt. Das Gelände vor der Bühne wird bestuhlt“, sagt er. Es werden so viele Tickets verkauft, wie aufgrund der behördlichen Auflagen möglich sind. Tickets gibt es ausschließlich im Internet zu kaufen. Für das Catering sorgt ebenfalls die Mategroup.

Die Agentur will mit der Veranstaltungsreihe auch die Künstler unterstützen, die in den vergangenen Monaten kaum Chancen auf einen Auftritt hatten. „Wir werden auf den Konzerten auch Spendenboxen aufstellen und die Einnahmen eins zu eins an die Künstler weitergeben. Daneben können sie bei ihren Auftritten ihre Merchandising-Artikel verkaufen“, sagt Jenny Juchem von der Mategroup.

Mehr Infos auf www.kunstwerk-gaswerk.de

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