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02.03.2009

Kurzarbeit nach guten Zahlen

Seit Montag trifft den Druckmaschinenhersteller manroland ein Schicksal, das er mit vielen anderen Unternehmen teilt. Als Folge der Wirtschaftskrise gilt Kurzarbeit bei einem der größten Arbeitgeber Augsburgs. Vier Tage im Monat bleiben die rund 3000 Mitarbeiter zu Hause. Vorläufig für sechs Monate. Die Perspektive ist für manroland nicht schlecht: Nahezu zeitgleich präsentiert das Unternehmen jetzt positive Geschäftszahlen.

Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds und einer deutlichen Verschlechterung der Geschäftslage im zweiten Halbjahr 2008 - gekennzeichnet durch rückläufige Aufträge und erheblichen Preisdruck - hat manroland im abgelaufenen Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 52 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahr war der Wert noch mehr als doppelt so hoch: 125 Millionen Euro. Bei Branchenkennern wird dies trotz des Rückgangs sehr positiv bewertet.

"2008 war branchenweit und auch für manroland ein schwieriges Jahr. Die Herausforderungen aber liegen noch vor uns", heißt es aus dem Management. Das im Januar eingeleitete Maßnahmenpaket zur Zukunftssicherung sowie die Marktoffensive würden wesentlich dazu beitragen, "dass wir aus der Krise gestärkt hervorgehen", so Gerd Finkbeiner, Vorstandsvorsitzender von manroland.

Der Umsatz ging 2008 lediglich um elf Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück. Der Exportanteil lag bei 80 Prozent. Das Servicegeschäft, das insbesondere Dienstleistungen und Ersatzteile sowie Verbrauchsmaterialien umfasst, konnte weiter ausgebaut werden.

Kurzarbeit nach guten Zahlen

Auftragsbestand beträgt 701 Millionen Euro

Insgesamt hat manroland im Geschäftsjahr 2008 21 Prozent weniger Aufträge verbucht als im Vorjahr, der Auftragseingang ging auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Das Unternehmen ist mit einem Auftragsbestand von 701 Millionen Euro in das laufende Geschäftsjahr gestartet.

Insgesamt werden 8 656 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 3000 in Augsburg. Das Maßnahmenpaket umfasst an den Produktionsstandorten den Abbau von 625 Arbeitsplätzen, der bis Mitte 2010 abgeschlossen sein soll.

Auch in der weltweiten Vertriebs- und Serviceorganisation sind bereits umfangreiche Effizienzsteigerungsprogramme umgesetzt worden.

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