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Zoo Augsburg

24.10.2009

Kuscheltier mit drei Tonnen

Nachdem im Jahr 2007 Toto im hohen Alter von über 47 Jahren verstarb, musste der Zoo Augsburg mit einer neuen Gruppe Nashörner beginnen. Ein neues Nashornhaus wurde gebaut, denn es sollten zukünftig mehr als nur zwei Nashörner gehalten werden.

Name: Daniel

Geschlecht: männlich

Art: Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum simum)

Kuscheltier mit drei Tonnen

Geboren: etwa 1971 im Umfolozi-Nationalpark ( Südafrika)

Lebenserwartung: über 40 Jahre

Gehege: Afrika-Panorama

Natürlicher Lebensraum: Steppen und Savannen mit Baum- und Buschgruppen

Lieblingsspeise: Brötchen

Gewicht: 3 Tonnen

Charaktereigenschaften: anlehnungsbedürftig, setzt aber seinen eigenen Kopf durch

Nachdem im Jahr 2007 Toto im hohen Alter von über 47 Jahren verstarb, musste der Zoo Augsburg mit einer neuen Gruppe Nashörner beginnen. Ein neues Nashornhaus wurde gebaut, denn es sollten zukünftig mehr als nur zwei Nashörner gehalten werden. Außer sechs großen Boxen steht der Gruppe nun mit dem Afrika-Panorama eine Außenanlage von über 10 000 Quadratmetern zur Verfügung. Anfang August 2008 kamen mit Daniel und Baby die beiden ersten Tiere aus dem Zoo Salzburg zu uns.

Daniel ist mit mittlerweile 38 Jahren eine stattliche Erscheinung. Mit fast zwei Metern Schulterhöhe und drei Tonnen Gewicht wird er aber doch zu einem Kuscheltier: Wenn man ihn hinter den Ohren krault, lehnt er sich mit seinem ganzen Gewicht an die Absperrung und möchte noch mehr Streicheleinheiten.

Andererseits kann er aber ziemlich unleidlich werden, wenn ihm etwas nicht gefällt. Während er mit Baby gut klarkommt (sie sind wie ein altes Ehepaar, kennen sie sich doch schon seit 30 Jahren), hat er mit den beiden jungen Damen Chris und Kibibi noch ein wenig Probleme. Sein einst stattliches Nasenhorn sieht nicht mehr so edel aus, im Salzburger Zoo hatte er es mit einem Nebenbuhler zu tun. Mittlerweile ist es aber schon ziemlich nachgewachsen, nur die Spitze sieht noch ein wenig ramponiert aus.

Im Gegensatz zu anderen Nashornarten ist der Bestand der Breitmaulnashörner in einigen Ländern Afrikas gesichert. Es gibt aber auch dort Länder, in denen sie früher vorkamen, heute aber ausgerottet sind. Ein Beispiel dafür ist Uganda. Jetzt hilft der Augsburger Zoo, indem er den RHINO Fund Uganda unterstützt. Dieser hat zum Ziel, Nashörner in einem geschützten Gebiet zu vermehren, um sie von dort aus wieder in den Nationalparks des Landes anzusiedeln. Die ersten Erfolge waren 2009 zu verzeichnen: Es wurden zwei kleine Nashörner geboren und auch die dritte Kuh dort soll tragend sein; die Geburt wird für März 2010 erwartet.

Bis es in Augsburg so weit ist, wird es noch ein paar Jahre dauern. Daniel darf sich nach dem Umbau, der hoffentlich in den nächsten Wochen abgeschlossen sein wird, mit seinen drei Damen erst einmal an das große Außengehege gewöhnen. Barbara Jantschke

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