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Ulm

28.07.2016

Landesturnfest in Ulm: Bühne frei für fast 15000 Sportler

Die Bühne ist bereitet: Heute beginnt in Ulm das Landesturnfest. Etwa 14500 aktive Teilnehmer werden erwartet. Es gibt Wettkämpfe, Vorführungen, Mitmachaktionen, Partys und mehr.
Bild: Alexander Kaya

Am Wochenende finden an vielen Plätzen Hunderte Wettkämpfe, Vorführungen und Mitmach-Aktionen statt. Was Stadt und Polizei zum Thema Sicherheit sagen.

Es ist das größte Breitensport-Ereignis in Baden-Württemberg: Das Landesturnfest, das am Wochenende in Ulm stattfindet. Vier Tage lang – die Eröffnung war gestern Abend – steht die Stadt an vielen Plätzen im Zeichen von Bewegung, Wettkampf, Spiel und Spaß. 14500 aktive Teilnehmer aus mehr als 700 Vereinen haben sich angemeldet. Die meisten davon kommen aus Baden-Württemberg. Es sind aber auch 500 Sportler aus Bayern dabei sowie von Verbänden weiterer Bundesländer und Gäste aus Serbien, Österreich, der Schweiz und Dänemark. Die Veranstalter erwarten bis Sonntag insgesamt 100000 Besucher. Etwa 1000 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz. „Wir hoffen auf gutes Wetter und friedliche, schöne Tage in Ulm“, sagte Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) vor den letzten Vorbereitungen.

Die Athleten messen sich in mehr als 500 Wettkämpfen und Wettbewerben in vielen Sportarten von Leichtathletik über Geräteturnen bis Beachvolleyball. Zum Teil werden baden-württembergische Meister ermittelt, etwa in Gymnastik, Schwimmen und Aerobic. Auch ein inklusiver Wettbewerb ist geplant. Es gibt jeden Tag viele Vorführungen, beispielsweise von den Rockodiles vom Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn oder der Gruppe „pinky girl“ des SSV Ulm. Die aktiven Teilnehmer reisen größtenteils mit dem Zug oder mit Bussen an und übernachten an Schulen in den Klassenzimmern – in Baden-Württemberg haben bereits die Ferien begonnen. Auch einige Flüchtlinge werden an dem Fest teilnehmen, sowohl als Sportler als auch als Helfer.

Ausdrücklicher Wunsch der Veranstalter ist, dass alle Bürger beim Turnfest aktiv werden können, schließlich heißt das Motto „Gemeinsam einzigartig“. „Wir laden alle ein, ganz besonders Familien“, sagte Wolfgang Drexler, der Präsident des Schwäbischen Turnerbunds. Daher gibt es viele kostenlose Mitmachangebote, für die man sich nicht anmelden muss. In der Messe gibt es etwa Rollbahnen, Boulder- und Sternsprossenwände, Streetbasketball, einen Sandstrand, eine Wasserrutsche, Geocaching und mehr. Auf dem Münsterplatz können Besucher in der „Ulmer Gym-Welt“ trainieren. Beim Spatzen-Test stehen sportliche und kulturelle Herausforderungen auf dem Programm. Es gibt eine Kinder-Turnwelt, Bungee-Basketball und einen Wettbewerb, bei dem der fitteste Ulmer gesucht wird. Dazu kommen Shows, Partys und Livemusik. Auf dem Münsterplatz darf jeden Tag bis 23.30 Uhr gefeiert werden. Zum Abschluss gibt es am Sonntag einen Festumzug.

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Da das Landesturnfest eine offene Veranstaltung sein soll, werden weder der Münsterplatz noch andere Plätze eingezäunt. Allerdings werde erstmals ein Security-Unternehmen im Einsatz sein, berichtete Wolfgang Drexler. Wie die Stadt Ulm und die Ulmer Polizei mitteilten, wurde das Sicherheitskonzept weiterentwickelt und der aktuellen Lage angepasst. Darüber hinaus werde die Polizei ihre Präsenz an diesem Veranstaltungswochenende verstärken. Ziel sei es, mehr Polizeibeamte im öffentlichen Raum zu zeigen. Aber auch Polizisten in Zivil würden unterwegs sein, um Gefahren schnell zu erkennen. Stadt und Polizei weisen darauf hin, dass verstärkt stichprobenartig Kontrollen durchgeführt werden. „Wir nehmen das ernst“, sagte Oberbürgermeister Gunter Czisch über die Sicherheitsvorkehrungen. Es herrsche eine ganz hohe Aufmerksamkeit und Sensibilität.

Stadt und Polizei bekräftigen, dass ihnen derzeit keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung der Veranstaltungen vorliegen. Gleichwohl bestehe die abstrakt hohe Gefährdung aller Veranstaltungen im Land nach wie vor. Panik sei fehl am Platze, Aufmerksamkeit dagegen der richtige Weg, heißt es bei den Behörden. Diese bitten auch die Bevölkerung um Mithilfe. Es sei wichtig, dass jeder, der etwas Verdächtiges beobachte, sich sofort an die Polizei wende.

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