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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland

19.07.2010

Laufende Hilfe

Der Eserlauf führt durch die Grünanlage am Roten Tor. Foto: Ruth Plössel
Bild: Ruth Plössel

So weit die Füße tragen, laufen oder rennen sie. Das Tempo ist dabei völlige Nebensache: Vom geübten Marathonläufer über den gemütlichen Nordic-Walker bis zur Mutter mit Kinderwagen ist alles vertreten. Gemeint sind die Teilnehmer des 13. Eserlaufs in der Grünanlage am Roten Tor. Ziel ist nicht die sportliche Leistung, sondern den Diakonieverein Eserwall und damit junge Menschen in Lebenskrisen oder mit Persönlichkeitsstörungen zu unterstützen.

Im Anschluss an den Eserlauf feierten die Besucher am Samstag den 13. Geburtstag der Einrichtung Am Eser und erhielten einen Einblick, was ambulante Lebenshilfe bedeutet.

15 000 Euro kamen für die therapeutische Einrichtung am Roten Tor zusammen. Dafür legten die 60 Läufer 1000 Runden zu je 750 Metern zurück. Im Vorfeld suchten sich die Läufer Sponsoren. Pro Runde spenden diese einen individuellen Geldbetrag zugunsten der Eser-Arbeit. "Der große Einsatz erfüllt mich mit Dankbarkeit. Besonders die Kinder sind mit einer erstaunlichen Ernsthaftigkeit dabei", so Gerd Warkentin, Vorsitzender des Diakonievereins Eserwall.

Da die laufenden Kosten nicht durch Betreuungs- und Verpflegungsentgelt abgedeckt sind, sei die Mithilfe von Sponsoren und damit der Eserlauf ein wichtiger Aspekt der Finanzierung. Vom Startpunkt aus feuert er die Teilnehmer an. Helfer reichen ihnen zur Stärkung Obst, Wasser und auf Nachfrage sogar Vitaminbonbons.

Laufende Hilfe

Motiviert, die Aktion zu unterstützen, ist Hiltrud Meyer, die sich dem Diakonieverein eng verbunden fühlt. Mit ihrer Gehhilfe gestaltet sich das Laufen für sie beschwerlich, aber der gute Wille spornt an: "Eigentlich wollte ich nur zwei Runden laufen, jetzt hänge ich nach einer kurzen Verschnaufpause eine dritte dran."

Extra aus dem österreichischen Kufstein ist Andreas Zimmermann für den Eserlauf angereist. Der Läufer hat die therapeutische Wohngemeinschaft mit aufgebaut und sieben Jahre lang als Therapeut dort gearbeitet. Jetzt möchte er seinen Söhnen Simon (4) und David (6) vermitteln, dass es sich lohnt, sich für Menschen zu engagieren, die sich nicht auf der Sonnenseite des Lebens befinden. "Viele von damals meistern ihr Leben inzwischen selbst. Das zu sehen, ist für mich eine große Freude", so der ehemalige Mitarbeiter. (vd)

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