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Augsburg

08.02.2019

Lechhauser Fasching: Sie singen Seehofer ein Lied

Nach einer künstlerischen Pause gehen die Parodisten Werner Ohnemus, Horst Hinterbrandner und Rudolf Ohnemus (von li.) als Kaschperl-Theater wieder auf Tournee. „Star-Designerin“ Barbara Huber kleidet die Akteure von Kolping-Lechhausen ein – einmal in figurbetonter Raute, einmal kleinkariert und einmal in Pepita.
Bild: Annette Zoepf

Ein Lechhauser Trio will nach längerer Pause wieder beim Fasching mitmischen. Gelacht werden darf über Augsburger Themen, den Brexit und den Datenschutz. Warum sie das als Kaschperl tun.

Was für Cineasten „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, ist für Faschingsfreunde von Kolping Lechhausen die Wiederkehr der „Parodie“. Nach dreijähriger künstlerischer und schöpferischer Pause treten Horst Hinterbrandner sowie Rudolf und Werner Ohnemus erneut ins Rampenlicht. Musiziert haben sie in der Vergangenheit immer auf dem Balkon im Pfarrsaal. Trotzdem: „Fasching ist anders“, sagt Spielleiter Werner Ohnemus, „wenn man selbst mitmacht.“

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Rudolf Ohnemus ist der "größte Kaschperl"

Allzu viel will das Trio noch nicht preisgeben. Nur so viel: „Wir sind ein Kaschperle-Theater auf Tournee.“ Als solches umreißen sie, wie sie sagen, „die Augsburger Themen.“ Und auch der Brexit, der Datenschutz, der Online-Doktor und und Horst Seehofer bekommen von ihnen diesmal „a Liadle“. Im Zentrum der Formation steht wie immer Rudolf Ohnemus als Kaschperle. Das sei auch deshalb so passend, weil er von „uns drei der größte Kaschperl“ sei.

Als sie in ihr Programm erste Einblicke gewähren, verhandeln sie noch die beiden weiteren Rollen. Wer gibt die Gretl, wer den Seppl? Die Entscheidung wird einer unabhängigen Person überlassen. Horst Hinterbrandner wird zur Gretl, Werner Ohnemus wegen seiner Oberlippenbehaarung zum Seppl. So schnell kann’s gehen.

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Bei einem Treffen mit „Star-Designerin“ Barbara Huber bekommt der Kaschperl schon einmal sein figurbetontes „Rauten-Outfit“. Fest steht, nach Meinung von Rudolf Ohnemus, dass ihre Haus-und-Hof- Schneiderin auch in diesem Jahr „wieder viel Stoff brauchen wird“. Die Rückkehr der Parodisten auf die Bühne hat das Publikum regelrecht herbeigeredet: „Viele haben uns in den Ohren gelegen, macht’s halt wieder mit“, sagt Ohnemus. Und weil es „immer Spaß gemacht“ hat, ließ sich das Trio nicht lange bitten. Zu schön seien die Auftritte als Druiden oder als „Tonna-Männa“ gewesen.

Auch Neulinge stehen in der Kolping-Bütt

Der Idealfall sei jedoch, dass man auf die Bühne komme und alles lacht, noch bevor einer den Mund aufgemacht hat. So geschehen, als Horst Hinterbrandner das Rotkäppchen, Werner Ohnemus das Schneewittchen und sein Bruder Rudolf das Rapunzel gaben: Zwei Sätze blieben auch dem einen oder anderen Zuschauer im Gedächtnis: „Sag’ Rapunzel, wo kommst du denn her?“ Darauf der Parodist mit dünnem Haar: „Ja sieht man’s denn nicht, ich war beim Friseur.“ Auch Max Ohnemus ist in diesem Jahr nach längerer Pause wieder am Start und präsentiert seine „Moritaten“. Erstmals in der Kolping-Bütt werden Angelika Schmitz, Rainer Pauly und Stephan Scherer stehen.

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