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Ledvance: Schließung des Werks in Augsburg ist völlig unverständlich

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Kommentar Von Andrea Wenzel
14.11.2017

Die Schließung von Ledvance in Augsburg wurde einfach beschlossen. Alternativkonzepte gab es nicht. Selbst Kenner der Branche sind ratlos.

Es gab keine Gespräche, keine Diskussion. Die Schließung des Ledvance-Standorts in Augsburg wurde einfach beschlossen. Alternativkonzepte: Fehlanzeige. Will ein Unternehmen heute Erfolg haben, muss es sicherlich scharf kalkulieren und sich manchmal auch dem Markt beugen. Doch hinter einer Ware steht immer noch der Mensch. Ohne ihn gäbe es weder das Produkt noch das Unternehmen selbst. Deshalb hat er Respekt verdient – auch und gerade in schwierigen Zeiten. Im Fall von Ledvance ist die reine Verkündigung der Standortschließung ohne Alternativen zu nennen doppelt bitter.

Ledvance in Augsburg: Keine Alternative zur Schließung

Seit vielen Jahren kämpfen die ehemaligen Osram-Mitarbeiter unter anderem mit einem Lohnverzicht dafür, den Standort zu erhalten. Sie erlebten regelmäßig eine Achterbahn der Gefühle. Sie nun nahezu kommentarlos abzuservieren gehört nicht zum guten Stil. Ebenso unverständlich ist, dass trotz neuer und moderner Entwicklungen, die am Standort Augsburg laut Betriebsrat erarbeitet wurden, die Schließung des Werks als alternativlos bezeichnet wird.

Noch vor wenigen Wochen verkündete Ledvance die Investition mehrerer Millionen Euro in den Standort und dessen Produkte der Zukunft. Die für viele überraschende Schließung des Werks in Augsburg ist daher völlig unverständlich. Selbst Kenner der Branche sind ratlos.

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14.11.2017

In solchen Fällen/Presseartikeln stellt sich mir immer die Frage: warum haben diese nicht schon vor 2-3 Jahren vehement auf die Schieflage des Unternehmens hingewisen. Warum hat die Stadt Augsburg nicht ebenfalls fürher ewas getan. Immer erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist - das ist zu einfach.

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