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27.06.2017

Lernstoff unterhaltsam aufbereitet

Zwei ehemalige Uni-Studenten gründen „Studyflix“

Manchmal kommt alles zusammen. Das Thema der Vorlesung ist sehr abstrakt und der Dozent zwar ein guter Wissenschaftler, aber kein guter Erklärer. Dann noch mitzukommen, ist für viele Studenten eine ziemliche Herausforderung. Genau da setzt die Idee von zwei Augsburger Uni-Absolventen an. Reinhard Blech (Lehramt) und Benedikt Bergner (Wirtschaftsrecht) haben die kostenlose Video-Plattform „Studyflix“ gegründet, auf der Studenten sich Lernvideos ansehen können, in denen trockene Themen anschaulich dargestellt werden. Bislang stehen den Nutzern rund 500 Videos zur Verfügung.

„Wir haben festgestellt, dass an den Schulen bereits viel mit solchen Methoden gearbeitet wird, an den Universitäten solche Angebote aber fehlen“, sagt Bergner. Für ihr Projekt wandten sie sich an die Fachschaften an diversen Unis, die einen guten Ruf genießen. So beteiligten sich unter anderem Master-Studenten und Dozenten aus Aachen und Karlsruhe und München an dem Projekt. So wird sichergestellt, dass die vermittelten Inhalte richtig sind. Ein Mitarbeiter bei „Studyflix“ schaut sich die Videos vor dem Hochladen ins Internet noch einmal unter dem Gesichtspunkt an, ob das Video einen roten Faden hat. Die praxisnahe Erklärung erfolgt beispielsweise beim Thema Mikroökonomie, wo es viel um Kurvenverschiebungen geht, am Beispiel Einkaufen. „Wenn der Student ein Budget hat, kann er das für viel Bier und wenig Essen ausgeben oder umgekehrt. Kauft er ein Produkt aber im Angebot oder hat zusätzlich Bafög zur Verfügung, hat er andere Möglichkeiten, Geld auszugeben und damit verschiebt sich auch die Kurve“, so Bergner.

Rund 30000 Nutzer verzeichnet die Plattform inzwischen, die sich über Werbung finanziert. Zu den Kunden gehören unter anderem BASF, Lidl oder EnBW. Die Firmen erreichen zielgenau die Adressaten, weil die Nutzer angeben, was sie studieren und welche fachlichen Inhalte sie abonnieren wollen. Für die Leistung zahlen die Unternehmen eine Pauschale. (chmü)

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