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Augsburg

18.12.2014

Linie 5: Große Mehrheit für neue Streckenführung

So könnte die Tram-Haltestelle unterm Hauptbahnhof einmal aussehen.
Bild: Stadtwerke Augsburg

Mit großer Mehrheit hat am Donnertagnachmittag der Augsburger Stadtrat die neue Streckenführung der Linie 5 beschlossen. Einige Stadträte verließen vor der Abstimmung den Saal.

Bei er Diskussion im Stadtrat ging es weniger um die Linienführung, sondern um das Vorgehen. Vielen ging die Einführung der neuen Linie zu schnell. Am Ende gab es aber doch eine klare Mehrheit für die neue Streckenführung der Straßenbahnlinie 5. Dagegen stimmten zwei Stadträte der Freien Wähler und Alexander Süßmair (Linke), der einen verkehrsinfarkt auf der B17 befürchtet. Vier Mitglieder der AfD, zwei Stadträte von Pro Augsburg und Otto Hutter (Linke) hatten vor der Abstimmung den Saal verlassen.

Welcher Verlauf ist für die Linie 5 geplant?

Die Linie 5 soll vom Bahnhof zum Klinikum fahren. Geplant ist, dass die Straßenbahnen die Wertach an der Luitpoldbrücke queren und über die Hessenbachstraße zur Bürgermeister-Ackermann-Straße gelangen. Für die ersten 300 Meter nach dem Bahnhofstunnel haben sich die Stadtwerke zudem entschieden, die Linie zu flügeln: Stadtauswärts fährt sie auf der Rosenau- und Pferseer Straße, stadteinwärts auf der Perzheim- und Hörbrotstraße.

Die ersten Straßenbahnen sollen ab 2019 fahren, wobei dieser Zeitplan eng ist. Zunächst würden sie durch die Pferseer Unterführung fahren, ab 2022 zusammen mit der Linie 3 durch den Bahnhofstunnel. Veranschlagt sind Kosten in Höhe von 62 Millionen Euro.

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Wer profitiert von der Linie 5?

Von der Straßenbahn würden vor allem die früheren US-Areale entlang der Ackermann-Straße profitieren. Sie ist den Bürgern dort seit Jahren versprochen. Bis zum Jahr 2025 soll die Zahl der Einwohner im Einzugsbereich der Tram auf 15.000 steigen, so die Rechnung der Stadtwerke

Der Straßenbahntunnel im Osten des Hauptbahnhofs nimmt Gestalt an. Das 18-Millionen Euro Projekt soll im Sommer 2015 fertig sein.

Widerstand gegen die neue Streckenführung

Am umstrittensten ist der erste Abschnitt zwischen dem Sebastian-Buchegger-Platz und der Hessenbachstraße. Im Thelottviertel machen bereits Gegner mobil. Sie wollen eine Route durch die Hörbrotstraße stoppen. Mehrere Anlieger sollen bereits eine Klage vorbereiten. Auch ein Bürgerbegehren ist im Gespräch. skro, drs, nos

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