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Kö-Umbau

21.03.2012

Linienwechsel nach Plan

Kö ohne Chaos

Der Tag eins des Kö-Umbaus lief überraschend reibungslos. Es gab genug Trams und Busse, die meisten Fahrgäste waren gut informiert. Die Stadtwerke waren aber auch im Glück.

Leichte Verwirrung bei manchen Fahrgästen, vereinzelt Zehn-Minuten-Löcher im Fahrplan, aber nicht das befürchtete Chaos: Der erste Tag des Königsplatzumbaus gestern verlief überraschend reibungslos. Der Großteil der Busse und Straßenbahnen kam pünktlich. „Es war eigentlich ein Traumstart“, sagte Stadtwerkesprecher Jürgen Fergg gestern am späten Nachmittag. Auch die meisten Fahrgäste waren gut informiert. Allerdings, das geben die Stadtwerke selbst zu, dürfte das gute Wetter den Start gestern erleichtert haben. Manche Pendler mieden Bus und Tram offenbar und stiegen aufs Rad um.

In den vergangenen Tagen hatten Stadt und Stadtwerke noch vorgebaut und gesagt, dass es in den ersten Tagen durchaus zu Problemen kommen könne. Doch am gestrigen Tag blieben diese weitgehend aus. Selbst in der Spitzenzeit gegen 7.30 Uhr morgens lief es recht reibungslos. Große Änderungen am Ersatzfahrplan werden nach jetzigem Stand nicht nötig werden, so Fergg. „Das Konzept funktioniert.“ Ein Verkehrsunfall in der Maximilianstraße – das geben auch die Stadtwerke zu – würde aber genügen, um den Tramverkehr in Augsburg lahmzulegen. Wegen der gleichzeitigen Sanierungsarbeiten dort geht es abschnittsweise sehr eng zu.

Kö ohne ChaosLeichte Irritationen gab es bei Fahrgästen, vor allem, weil an den größeren Haltestellen wie Moritzplatz, Königsplatz, Hauptbahnhof und Rotes Tor zusätzliche Bahnsteige angelegt wurden. „Es ist am Anfang verwirrend, aber ich komme schon an“, meinte etwa Studentin Magda Ehrmann, die sich am Königsplatz auf die Suche nach einer Verbindung zur Universität machte.

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Um Fahrgästen die Orientierung zu erleichtern, waren gestern rund 50 ehrenamtliche „SymPaten“ als Lotsen an den Haltestellen im Einsatz. Zusammen mit dem Stadtwerkepersonal waren knapp 120 Helfer auf die Haltestellen verteilt, um Auskunft zu geben. „Aber die Leute sind gut vorbereitet und meistens verständnisvoll“, so „SymPate“ Hans-Joachim Dostal.

Zu den Stoßzeiten verkürzten die Stadtwerke mit Verstärkerfahrzeugen die Taktzeiten, um dem Andrang an den Haltestellen Herr zu werden (siehe Info). Auf der Ersatzlinie 13 werden morgens zusätzliche Straßenbahnen eingesetzt, um die Schüler der Berufsschulen und der Fachoberschule transportieren zu können. Die Feuerprobe auf dieser Linie steht aber noch aus, weil die Uni noch vorlesungsfreie Zeit hat. Vereinzelt kam es gestern Morgen zu zehnminütigen Unterbrechungen, weil Straßenbahnen sich am Roten Tor stauten.

Dass der Ersatzplan – im Vergleich zur Einführung der Linie 6 vor einem guten Jahr – relativ gut klappt, dürfte daran liegen, dass der Knotenpunkt, an dem die Probleme sich immer aufhäuften und verstärkten, umfahren wird. Der Königsplatz war in der Vergangenheit Ursache von Verzögerungen, nun wird er umgebaut. Gestern rollten schon die Baufahrzeuge am menschenleeren und abgesperrten Haltestellendreieck an, um den Abriss vorzubereiten.

Am Königsplatz und am Roten Tor kam es gestern in Stoßzeiten zu Behinderungen beim Autoverkehr. Grund sind hier Ampelschaltungen für Straßenbahnen und Autos, die noch nicht zusammenpassen. Auch die Ampelphasen für Fußgänger am Königsplatz waren teils sehr knapp bemessen. Hier wollen sich Stadt und Stadtwerke noch einmal zusammensetzen.

Alle Infos zum Kö-Umbau gibt es hier in unserem Spezial.

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