1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Lockere Plauderei im Wahlkampf

Augsburg

07.10.2018

Lockere Plauderei im Wahlkampf

Die Augsburger Landtagskandidaten Margarete Heinrich (links) und Harald Güller (rechts) begrüßten die Sängerin Claudia Jung (zweite von links)  und die bayerische Spitzenkandidatin Natascha Kohnen.
Bild: Annette Zoepf

Die SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen holt sich in Augsburg die Schlagersängerin Claudia Jung auf die Bühne

Die Politik hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Das Volk ist der Phrasen, die Politiker gern von sich geben, überdrüssig. Das Rezept der bayerischen SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen dagegen heißt „Kohnen plus“, ein Gesprächsformat, bei dem sie sich mit einer bekannten Persönlichkeit auf die Bühne setzt und wie in einer Unterhaltungsshow zunächst über dies und jenes plaudert. Jetzt war sie unter diesem Motto im Weißen Hasen (ehedem Capitol), und ihr Gegenüber war die Schlagersängerin Claudia Jung.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Verhältnis zur Musik

Im schönen Ambiente des ehemaligen Kinosaals wurde es zwar kein Mädelsabend, aber die beiden Frauen, 54 und 51 Jahre alt, erzählten locker von ihrer Jugend, ihrem Verhältnis zur Politik, aber auch zur Musik, ihren eigenen Kindern und ihrer Lebensphilosophie. Claudia Jung war mal Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, aber das hatte für das Gespräch keine Bedeutung. Auch Kohnen hielt sich zunächst mit politischen Botschaften weitgehend zurück.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Eineinhalbstündige Fragerunde

Nach etwa einer halben Stunde gingen die Moderatoren, die Landtagskandidaten Harald Güller und Margarete Heinrich, zu einer Publikums-Fragerunde über, die noch einmal knapp eineinhalb Stunden dauerte. Hier hatte man teilweise den Eindruck, dass SPD-Mitglieder ihrer Vorsitzenden die passenden Stichworte (Wohnen, öffentlicher Nahverkehr, Fremdenfeindlichkeit) lieferten. Der ehemalige Pro-Augsburg-Stadtrat Prof. Rolf Harzmann meldete sich zu Wort und fragte, warum die SPD die momentane Schwäche der CSU nicht nutzen könne.

Bisher 60 Veranstaltungen

Wie Kohnen anschließend im Gespräch mit unserer Zeitung sagte, war bei den bisher rund 60 „Kohnen plus“-Veranstaltungen im Wahlkampf zwar viel SPD-Prominenz mit ihr auf der Bühne, aber etwa auch ein CSU-Kreisbrandrat. Jedes Gespräch sei anders, das sei spannend, und im Livestream verfolgten jedes Mal 5000 Menschen die Übertragung. Im Saal in Augsburg waren laut Güller 140 Besucher.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren