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Augsburg

26.11.2019

Lohnt sich ein Besuch in Chris Kolonkos Spiegelpalast?

Ein Hingucker im Spiegelzelt: die Messoudi Brothers aus Australien.
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Ein Hingucker im Spiegelzelt: die Messoudi Brothers aus Australien.
Foto: Annette Zoepf

Plus Chris Kolonko bereitet sich mit vier Vorab-Terminen im Spiegelpalast auf die Premier vor. Was Gastgeber, Künstler und Koch André Kracht alles bieten.

Er war der perfekte Gastgeber. Chris Kolonko, der am Freitagabend zu der ersten Preview vor Publikum in den Spiegelpalast einlud. Das musste er auch sein. Denn beim Service mit 250 gut gelaunten Gästen im Glitzerzelt auf dem Plärrergelände lief – noch – nicht alles ganz perfekt. Deshalb packte einfach der gut gelaunte Entertainer mit an, der an diesem Abend wieder einmal mit knappen Kostümen, perfektem Kopfschmuck und Schminke jeder Frau die Show stahl. Auch Bestellungen nahm der gebürtige Augsburger und Wahlmünchner an, sorgte für Getränkenachschub und hatte immer Zeit für einen kurzen Plausch. Wie für die Schauspielerin Marianne Sägebracht, die das Programm „ganz besonders“ fand.

Testlauf in Chris Kolonkos Spiegelpalast

Bevor Entertainer Chris Kolonko seine Gäste bei der offiziellen Premiere am 28. November begrüßen wird, wird der Ablauf der aufwendigen Dinnershow insgesamt vier Mal geprobt – „Preview“ nennt sich in der Branche solch ein Testlauf. Für Kolonko sind diese Veranstaltungen ein Muss. „Künstler und Servicekräfte können ja nicht im leeren Zelt proben. Natürlich ist das Licht ein anderes, wenn die Tische für 250 Personen gedeckt sind und natürlich klingt es auch anders“, sagt er.

Werden die Besucher durch die Lichtshow etwa geblendet? Kommen die Gags auch wirklich beim Publikum an und wie lange brauchen die Mitarbeiter in der Küche für das Anrichten eines Ganges? Das sind Fragen, die könnten nur bei diesen Probeläufen geklärt werden. „Alles wird mit der Uhr gestoppt“, sagt Chris Kolonko. So könnten Showelemente und das Dinner aufeinander abgestimmt werden. Anfangs könne es schon einmal vorkommen, dass es länger dauert, bis ein Gang serviert ist. „Aber dafür sind ja die Karten auch günstiger“, sagt der Veranstalter. Teilweise fliegt auch noch eine Showeinlage oder ein Kostüm raus. „Wenn es nicht passt, dann merken wir es bei den Previews sofort.“

Der Knaller im Spiegelpalast: Die Messoudi Brothers

Doch schon für die erste Vorstellung von „Verführung“ gab es viel Applaus, vor allem für die Collins Brothers, die mit den alltäglichen Tücken ihrer Objekte so wunderbar kämpfen konnten. Zur Freude des Publikums sind Pleiten, Pech und Pannen bei ihren Showeinlagen programmiert. Dafür gab es viel Applaus, genauso wie für Gastgeber Chris, der mit seiner rauchigen Stimme die Zuhörer in seinen Bann zog und im Duett mit Sängerin Bridget Folge immer wieder Szenenapplaus bekam. Was fürs Auge waren die vier Vegas Showgirls und Colby Belmond mit Cher-Songs, zum Staunen Marina Skulditskaya mit Handstand-Equilibristik und Marina mit den vielen Hula-Hoop-Reifen. Immer unterwegs die Komödianten Hot Mr. C, sowie Bubbles, der Schwergewichtler mit dem komischen Hut.

Ganz zum Schluss dann der Knaller des Abends: die drei Messoudi Brothers mit ihrer kraftvollen Akrobatik. In diesem Jahr traten sie bereits in den bekannten TV-Shows „Arab’s got Talent“ und „America’s got Talent“ und sorgten dort für Aufsehen. In knapp 40 Ländern der Welt sind die Brüder schon in Zirkussen, Varietés und anderen Veranstaltungen mit ihrer Handstandakrobatik aufgetreten. Ihre Mutter stammt aus England, der Vater aus Marokko – geboren sind die Brüder in Australien, wo sie bereits mit zwei Jahren einen Handstand auf dem Arm ihres Vaters stehen konnten. In Augsburg gab es für ihre erotische Vorstellung stehende Ovationen, die Stimmung der Gäste am Plärrergelände war auf dem Siedepunkt.

Spiegelpalast auf dem Plärrergelände in Augsburg

Und das Essen? Einfach fantastisch. Profikoch André Kracht verführte mit einem exzellenten Drei-Gänge-Menü, für das Chefkoch Alexander Abold vor Ort „das Zepter“ bis zum Ende der Spielzeit im Januar schwingen wird. Am Ende nach dreieinhalb Stunden waren alle zufrieden. Die Gäste, die noch bis weit nach Mitternacht die Bar belagerten, die Künstler und natürlich Gastgeber Chris Kolonko.

Chris Kolonko verführt seine Gäste zur funkelnden Dinnershow in seinem Spiegelpalast. Wir zeigen die schönsten Bilder des ersten Abends.
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Eröffnung des Spiegelpalasts: Chris Kolonko verführt seine Gäste
Foto: Annette Zoepf

Der freute sich über den gelungenen Start. „Wir müssen noch einiges optimieren, aber die Richtung stimmt, denn ich will ein Entertainment wie im Lido oder im Crazy Horse in Paris“. Er wolle Platz für individuelle Geschichten geben und nicht nur Akrobatik, die hintereinander „abgearbeitet“ werde. „Bei mir werden die Gäste schon am Eingang unterhalten“.

Jedes Jahr will Chris Kolonko in eine neue Richtung gehen. Und sich dabei nicht von anderen Mitbewerbern irritieren lassen: „Ich plane nicht nur für nächstes, sondern schon für übernächstes Jahr“. Allerdings, so die Einschränkung, abhängig davon, wie eine Saison läuft.

Bis 12. Januar steht das Spiegelzelt am Plärrergelände. Showstart ist von Mittwoch bis Samstag, 19.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr), Sonntag um 18 Uhr (Einlass ab 16.30 Uhr). Infos und Tickets beim AZ-Ticketservice, Maximilianstraße 3, 0821/777-3410. Weitere Infos unter: spiegelpalast-augsburg.de.

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