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München

27.10.2012

Lufthansa beendet Partnerschaft mit Augsburg Airways

Das Sparprogramm der Lufthansa hat nun auch den Regionalpartner Augsburg Airways getroffen.
Bild: dpa

Die Umstrukturierungen bei der Lufthansa haben nun auch den Regionalpartner Augsburg Airways getroffen. Deutschlands größte Fluggesellschaft beendete am Freitag die Zusammenarbeit.

Wie ein Sprecher von Augsburg Airways am Samstag auf Nachfrage von augsburger-allgemeine.de sagte, sei man unter der Woche von der Lufthansa darüber informiert worden, dass der Vertrag nicht verlängert wird. Die Zusammenarbeit läuft damit mit dem Ende des Sommerflugplans am 26. Oktober 2013 aus.

Augsburg Airways beschäftigt nach eigenen Angaben 459 Mitarbeiter, darunter etwa 152 Piloten. Welche Auswirkungen die Kündigung für sie hat und wie es mit dem Unternehmen weitergeht, dazu wollte sich der Sprecher nicht äußern. Man werde sich in der derzeitigen Situation auf keine Spekulationen einlassen.

Die Fluggesellschaft war 1981 in Augsburg von der Papierfabrik Haindl unter dem Namen Interot Airways gegründet worden, um firmeninterne Flugverbindungen zwischen Augsburg und Düsseldorf durchzuführen. 1989 nahm die Gesellschaft den Linienflugverkehr auf; Ziele waren unter anderem Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Ab 1996 flog Augsburg Airways dann für die Lufthansa - bis Anfang des Jahrtausends vom Flughafen Augsburg aus, ab 2002 dann von München. Aktuell umfasst die Flotte nach Firmenangaben 15 Regionaljets, die 37 Flughäfen in Deutschland und Europa anfliegen.

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Wie der Sprecher mitteilt, sei die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der Lufthansa völlig unverhofft gekommen: "Die Tatsache, dass Lufthansa über eine Re-Positionierung im Regionalflugverkehr nachdenkt, ist seit längerer Zeit bekannt. Für Augsburg Airways kam jedoch der Zeitpunkt der Kündigung überraschend." Ein Sprecher der Lufthansa bestätigte die Meldung zwar, zu den Gründen für die Beendigung der Kooperation wollte er sich jedoch nicht äußern.

Der Lufthansa machen zunehmend Billigfluglinien zu schaffen. Deutschlands größte Fluggesellschaft hat sich daher ein Sparprogramm auferlegt. Unter anderem sollen von weltweit 16.800 Stellen in der Verwaltung 3500 abgebaut werden - davon 2500 im Inland. Zudem kündigte das Unternehmen zuletzt an, die hauseigene Billigmarke Germanwings stärken zu wollen.

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