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Augsburg

29.11.2019

MT Aerospace baut 70 Arbeitsplätze in Augsburg ab

In der Vorwoche hatten MT Aerospace-Mitarbeiter für den Erhalt ihrer Stellen demonstriert.
Foto: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Plus Bei MT Aerospace werden Stellen abgebaut. In der Produktion fehlt Arbeit. Für die Zukunft der Ingenieure des Raumfahrtunternehmens sieht es besser aus.

Beim Augsburger Luft- und Raumfahrtunternehmen MT Aerospace werden Stellen abgebaut. Voraussichtlich 70 Mitarbeiter der Produktion verlieren ihre Jobs. Weil das Raketenprogramm für die Ariane 5 ausläuft, fehlt Arbeit. Am bereits angekündigten Stellenabbau führe daher kein Weg vorbei, sagt die Unternehmensführung. MT Aerospace, das in Augsburg 530 Mitarbeiter hat, ist eine 70-prozentige Tochter der Firma OHB SE aus Bremen.

MT Aerospace in Augsburg: Gute Nachrichten für die Ingenieure

Deren Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs hat bessere Nachrichten für 70 Ingenieure des Augsburgers Unternehmens. Deren Arbeitsplätze, die ebenfalls auf der Kippe standen, seien gesichert. Fuchs sagt: „Die Jobs der Produktionsingenieure werden nun wieder benötigt“.

Perspektivisch müsse sich MT Aerospace allerdings wettbewerbsfähiger aufstellen, lautet die Vorgabe aus Bremen: „Wir können und wollen keine reine Ariane-Fabrik mehr sein.“ Die Weltraumrakete Ariane 5 wird bald nicht nicht produziert, es folgt nun der Bau der Ariane 6. Die Übergangszeit zieht sich allerdings die Länge, was als Grund für den Stellenabbau angeführt wird.

Kundgebung bei MT Aerospace in Augsburg

In der Vorwoche hatte es vor dem Werkstor in der Wolfzahnau eine Kundgebung der Beschäftigten gegeben. 300 Mitarbeiter demonstrierten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Man hatte gehofft, dass bei der entscheidenden ESA-Konferenz in Sevilla ein besseres Ergebnis für den Standort Augsburg zu erzielen ist. ESA steht für die europäische Weltraumorganisation.

Das Raumfahrtunternehmen MT Aerospace muss Stellen in Augsburg abbauen, weil das Ariane 6-Programm anders verläuft als geplant. Jetzt hofft man auf Hilfe aus der Politik.
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Hunderte fordern Job-Erhalt: Kundgebung bei MT Aerospace
Foto: Silvio wyszengrad

Die IG Metall wollte sich am Freitag nicht zur aktuellen Entwicklung äußern. Angela Steinecker von der Gewerkschaft sagte: „Wir wollen zunächst intern die Ergebnisse aus Sevilla auswerten.“ Danach gebe es eine Stellungnahme.

In einer ersten Reaktion sagte Augsburgs Wirtschaftsreferentin Eva Weber, dass es sich um ein gutes Verhandlungsergebnis handele. Denn der Erhalt von Arbeitsplätzen in Forschung und Entwicklung habe eben auch immer Arbeitsplätze in der Produktion zur Folge.

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