Newsticker

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Man sieht sich in der Hölle

29.07.2010

Man sieht sich in der Hölle

Stadtmitte Ein kleines Mädchen kommt auf die Bühne, setzt sich auf einen großen, weißen Stuhl und liest in einem Buch. Plötzlich prescht durch den Mittelgang ein Junge mit rot-schwarzer Mähne und Stab. Die beiden sind Gott und Teufel. "Alle Menschen sind schlecht", meint Leon Ritschel alias Satan. Das will der Herr nicht glauben und fordert drei Beweise. Damit beginnt die Komödie "See you in Hell" - man sieht sich in der Hölle.

Im Gegensatz zu vielen Theaterstücken steht hier der Autor persönlich auf der Bühne. Alex Bakhov führt als Erzähler durch die Geschichte, die er weiterdreht oder ergänzt. Am Anfang habe er ein eher actionreiches, dramatisches Stück schreiben wollen. Aber nachdem er ein paar Witze eingebaut habe, sei eine Komödie entstanden - wenn auch mit Action, erzählt er.

Komisch und überspitzt dargestellt

"Ich war wohl der Aufgeregteste", sagt Alex. "Ich bin sehr stolz auf die Jungs und Mädchen, die Theatergruppe ist bei einem Stück immer das Wichtigste", erklärt er. Ob er noch einmal ein Stück schreiben wird, weiß er noch nicht. Aber gelohnt habe es sich auf jeden Fall. Die Komödie und die Idee dahinter sind bei der Gruppe und dem Publikum gleichermaßen auf Begeisterung gestoßen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In ihr treten drei "schlechte Menschen" als Beweismittel des Teufels auf. Diese sind Julius Cäsar (Max Römer), Napoleon Bonaparte (Karlo Luketic) und George W. Bush (Leon Ritschel). Deren Verfehlungen werden komisch und überspitzt dargestellt, so wählt Bush seine Kriegspartner per Dartwurf auf eine Weltkarte aus oder telefoniert mit Bin Laden. "Es war sehr gut und lustig", meint Raymond und seine Freunde stimmen zu. Zu dem Erfolg haben auch die Lehrerinnen Stefanie Meyer-Harant und Stefanie Dehm beigetragen. Sie betreuten die Gruppe. Wolfram Goschin vom Elternbeirat war für das Bühnenbild und die Requisiten zuständig.

Alles in allem eine gelungene Komödie, die auch zum Nachdenken anregt. Denn wer will schon in der Hölle Gärtner werden, wenn der Teufel die Blumen immer wieder heimlich herausreißt? (tere)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren