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Augsburg

16.09.2019

Mann feuert Gaspistole auf das Gesicht eines Polizisten ab

Ein Mann hat in Augsburg-Oberhausen einem Polizisten mit einer Gaspistole ins Gesicht geschossen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Ein Einsatz wegen einer Ruhestörung in Augsburg ist eskaliert. Ein Bewohner schoss mit einer Gaspistole einem Polizisten ins Gesicht.

Es klang zuerst wie ein alltäglicher Routine-Einsatz. Anwohner hatten am Sonntagabend wegen einer Ruhestörung in einem Mehrfamilienhaus im Augsburger Stadtteil Oberhausen die Polizei gerufen. Deshalb rückte eine Streife mit zwei Beamten an. Doch dann eskalierte die Situation offenbar völlig unvermittelt - und mehrere Polizisten wurden verletzt.

Die Polizisten klopften demnach am Abend gegen 21 Uhr an der Wohnungstür, aus der nach Angaben der Nachbarn der Lärm kam. Der 40-jährige Bewohner soll geöffnet und einem der Beamten sofort aus kurzer Distanz mit einer Schreckschusspistole ins Gesicht geschossen haben.

Attacke in Augsburg: Eine Brille schützte den Polizisten

Wie es heißt, wurde der Beamte durch das Reizgas, mit dem die Waffe geladen war, verletzt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin erlitt der 33-jährige Polizist mittelschwere Gesichtsverletzungen. Weil er eine Brille trug, seien seine Augen aber etwas geschützt gewesen. Sonst wären nach Einschätzung der Ärzte in der Uniklinik durch den Schuss wohl schwere Augenverletzungen entstanden. Der Bewohner soll sich nach der Attacke sofort wieder in seiner Wohnung verschanzt und die Tür verriegelt haben.

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Weil die Beamten zunächst nicht einschätzen konnte, wie gefährlich der Mann ist, sicherten sie sofort das Treppenhaus des Gebäudes, um eine Gefährdung von Bewohnern auszuschließen. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei rückte dann zum Tatort in der Zirbelstraße an und überwältigte gegen 23.30 Uhr den Mann. Als die SEK-Beamten die Wohnung stürmten, soll der 40-Jährige noch mehrere Schüsse mit der Gaspistole abgegeben haben. Mehrere Polizisten erlitten deshalb Reizungen der Augen und der Atemwege.

Der 40-jährige Schütze wurde festgenommen. Er sitzt jetzt unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft. Weshalb er so überreagiert hat, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen berichten, die Wohnanlage sei längere Zeit von Polizisten umstellt gewesen. Auch die Straße war teilweise gesperrt.

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17.09.2019

Betreff: Angriffe von Betrunken u. sonst berauschte Täter auf die Polizei
Unsere Justiz ist meiner Meinung nach sehr nachlässig im Punkt auf Widerstand und sonstige Angriffe. Ich bin absolut sicher, dass hier
wieder eine "furchtbare" Strafe in Form einer Bewährungsstrafe herauskommt. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern da gab es einen §
Vollrausch u.ä..Nach diesen Paragrafen kamen auch Urteile heraus, die von den Tätern auch gefürchtet worden sind. Menschen die sich unmäßig betrinken oder Rauschgift zu sich nehmen sind Täter mit Vorsatz. Jeder Mensch weiß, daß er im Rausch solcher Taten zwar verurteilt wird, aber vorwiegend nur Bewährungen, davon kommt. Diese Täter sind ja nicht zurechnungsfähig.
Hoffentlich werden schwere Taten auch schwer geahndet, dann könnte sich mancher vorher schon Gedanken machen.
Konrad P

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