Newsticker

Corona: 90 Prozent der Deutschen lehnen Demos gegen Corona-Maßnahmen ab
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Mann soll Polizist mit kochendem Wasser übergossen haben

Augsburg

29.01.2020

Mann soll Polizist mit kochendem Wasser übergossen haben

Bei einem Polizeieinsatz in Augsburg ist ein 25-jähriger Beamter mit kochendem Nudelwasser übergossen worden.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolfoto)

Ein Einsatz der Polizei in Augsburg eskaliert. Es geht um häusliche Gewalt. Als ein Mann einer Wohnung verwiesen wird, greift er zu einem Topf mit kochendem Nudelwasser.

Ein Einsatz der Polizei wegen häuslicher Gewalt ist am Dienstagnachmittag offenbar eskaliert. Hintergrund des Einsatzes war den Angaben der Beamten zufolge der Notruf einer 53-jährigen Frau, die sagte, dass sie von ihrem 57-jährigen Partner geschlagen werde. Als die Beamten ausrückten, trafen sie daraufhin in der Wohnung in der Von-Hoesslin-Straße das streitende Paar an. Die Frau war den Angaben der Polizei zufolge augenscheinlich unverletzt.

Als die Beamten den Mann anschließend der Wohnung verweisen wollten, wurde er laut Polizei aggressiv und weigerte sich, die Wohnung zu verlassen. Im weiteren Verlauf habe der 57-Jährige einen Topf mit kochendem Nudelwasser von der Herdplatte genommen und ihn wieder abgestellt, nachdem die Beamten ihn dazu aufgefordert hätten. Plötzlich habe er sich aber eine Tasse gegriffen, kochendes Wasser aus dem Topf abgeschöpft und etwas davon in Richtung eines 25-jährigen Beamten geschüttet, so die Polizei. Als die Polizisten weitere Angriffe durch den 57-Jährigen unterbinden wollten, schüttete der 57-Jährige den Angaben zufolge das kochende Wasser gezielt über den 25-jährigen Polizeibeamten und traf ihn dabei im Gesicht, am Hals und am Oberkörper.

Mit heißem Wasser überschüttet: Haftbefehl gegen 57-Jährigen

Daraufhin fesselten die Polizisten den Mann. Er soll Widerstand geleistet und die Beamten auch beleidigt haben. Der verletzte Polizeibeamte wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt. Bei ihm wurden Verbrühungen ersten und zweiten Grades festgestellt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Augsburg wurde durch den zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Augsburg Haftbefehl gegen den 57-Jährigen wegen des dringenden Verdachts des Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung erlassen und in Vollzug gesetzt. (jaka)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren