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Sportausschuss

07.10.2011

Marathon in der Warteschleife

Mehr als 2000 Menschen nahmen am ersten Friedensmarathon teil. 2012 soll der zweite Startschuss fallen – doch der Sportausschuss hat noch nicht über einen Zuschuss entschieden.
Bild: Foto: Silvio Wyszengrad

Weil die Abrechnung fehlt, gibt es noch kein Ja zum Zuschuss für 2012.

Axel Becker hatte sich für seinen Vortrag eigentlich gut vorbereitet. Der Organisator des Augsburger Friedensmarathons hatte ein Video und viele Fakten zusammengetragen, um vor dem Sportausschuss für die zweite Auflage im Jahr 2012 zu werben. Zwar lief das Video auf dem stadteigenen PC nicht, doch auch so war die Präsentation beeindruckend. Auf den vier Teilstrecken liefen von den 2100 gezählten Teilnehmern 1900 durchs Ziel. 550 beendeten den Marathon, 500 Helfer sorgten sich an der Strecke und im Rosenaustadion um das Wohl der Teilnehmer.

„Die Resonanz der Teilnehmer war sehr gut“, erklärte Becker vor dem Fachausschuss. Und Sport- und Kulturreferent Peter Grab lobte in höchsten Tönen: „Es war konzeptionell ein Highlight. Es würde mich freuen, wenn dieses Event ein fester Bestandteil des Augsburger Terminkalenders würde.“ Dass Grab so vom Premierenlauf schwärmt, verwundert nicht. Denn der Friedensmarathon steht für das liebste Kind des Referenten, die Verbindung von Kultur und Sport genannt.

So stand der Marathon, der einen Tag vor dem Augsburger Friedensfest stattfand, nicht nur der Sport im Vordergrund, sondern auch die Verbindung mit dem Friedensgedanken. 21 Meilensteine an der Strecke erinnerten an Personen, die sich um das Thema Frieden verdient gemacht haben.

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Becker würde den Friedensmarathon auch gerne 2012 wieder ausrichten. Einen Termin hat er schon, den 5. August. Doch dazu bräuchte er auch wieder einen Zuschuss der Stadt Augsburg. 50000 Euro waren es in diesem Jahr. „Das gibt Planungssicherheit“, sagt Becker.

Doch den Sportausschuss-Mitgliedern fehlte ein wichtiges Detail: die Abrechnung aus diesem Jahr. Genaue Zahlen konnte der Organisator noch nicht vorlegen. Auf rund 43000 Euro wird sich der Zuschuss der Stadt nach dem letzten Stand belaufen. „Wir werden die Veranstaltung wohl mit einer leicht geröteten Null abschließen“, erklärte Becker.

Das war den Stadträten nicht genau genug. Sportausschuss-Vorsitzender Peter Uhl (CSU) erklärte: „Wir brauchen verlässliche Zahlen.“ Martina Wild (Grüne) will erst geklärt haben, wie der Lauf in das Gesamtkonzept von „City of Peace“ integriert werden kann.

Nach einer Unterbrechung verständigten sich die Ausschuss-Mitglieder darauf, erst auf die Zahlen von Axel Becker zu warten, bevor sie einen Beschluss fassen wollen.

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