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Augsburg

13.11.2019

Marcon: Stadt spielt beim Theater auf Zeit

Wie teuer wird die Sanierung des Staatstheaters? Die Bürgervereinigung „Augsburg in Bürgerhand“ fordert Transparenz und einen Stopp aller Auftragsvergaben.
Foto: Silvio Wyszengrad

Wie teuer wird die Sanierung des Staatstheaters? Die Bürgervereinigung „Augsburg in Bürgerhand“ fordert Transparenz und einen Stopp aller Auftragsvergaben.

Die Bürgervereinigung „Augsburg in Bürgerhand“ fordert von der Stadt zügig Kostentransparenz bei der Theatersanierung. Nachdem die Stadt im Sommer bekannt gegeben hatte, dass die Kosten für den Erweiterungsbau (Schauspielbühne, Lager, Verwaltung) um voraussichtlich 20 Millionen Euro überschritten werden, zeichne sich immer stärker ab, dass die Stadt die Kosten nicht im Griff habe. Zwar soll das Architekturbüro versuchen, durch Umplanungen wieder in den ursprünglichen Kostenrahmen zu kommen, doch noch liegen keine Zahlen auf dem Tisch. Diese waren für Ende dieses/Anfang kommenden Jahres angekündigt worden.

Theatersanierung in Augsburg wird teurer

Aus Sicht der Bürgervereinigung spielt die Stadtregierung momentan auf Zeit. Die bittere Wahrheit solle den Wählern wohl erst nach der Wahl zugemutet werden. Auch wenn die SPD nun „leichte Absetzbewegung“ im Bündnis zeige, sei sie wie CSU und Grüne für das sich abzeichnende Desaster verantwortlich, so Marcon. Die SPD hatte einen Kostendeckel bei der Sanierung durchgesetzt und zuletzt ins Spiel gebracht, die Interimsspielstätten dauerhaft zu nutzen, um bei der Theatersanierung Geld zu sparen.

„Es ist höchste Zeit, dass finanzielle Seriosität und Planungssicherheit einkehren“, fordert Bruno Marcon, OB-Kandidat von „Augsburg in Bürgerhand“. Er erwarte eine aktuelle Vergabe-Abrechnung. Den Bürgern stehe Transparenz zu.

 

Einstweilen sei ein Stopp aller Vergaben bei der Theatersanierung (die Erneuerung des Großen Hauses läuft bereits, die Vorbereitungsarbeiten für den Erweiterungsbau haben ebenfalls begonnen) nötig, so Marcon. Er fordert, wie die Initiatoren des erfolglosen Bürgerbegehrens zur Theatersanierung, dass das Theater sich auch konzeptionell neu aufstellt. Marcon könnte sich eine dezentrale Ausrichtung vorstellen. Damit könne der Erweiterungsbau hinfällig werden. (skro)

Lesen Sie auch: Theatersanierung in Augsburg: Der Freistaat mahnt die Stadt

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21.11.2019

Wie der Name schon sagt: Staatstheater. Nicht Stadttheater. Was juckts den Bürger? Trotzdem: Jeder Stopp kostet im Endeffekt mehr. Und mit der Überbauung der Volkhartstr. Ist das Platzproblem gelöst.

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