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Projekt

09.04.2015

Markus Wasmeier schleppt Wasserkisten in Lechhausen

Für den ehemaligen Leistungssportler Markus Wasmeier ist das Schleppen von ein paar Wasserkisten kein Problem. Das bewies er gestern in Augsburg.
Bild: Foto: Ruth Plössel

Spitzensportler und Schauspieler drehen in Augsburg einen originellen Kurzfilm für den Deutschen Olympischen Sportbund

Eigentlich lebt Ski-Olympiasieger Markus Wasmeier am Schliersee in Oberbayern, seine Getränke kauft er aber in Lechhausen. Zumindest war das gestern so. Der Olympiasieger von Lillehammer spielt in einem Video mit, das für das Deutsche Sportabzeichen wirbt.

Gedreht wird der dazugehörige etwa 60 Sekunden lange Spot von der Augsburgerin Stefanie Sixt. Zu sehen sind unter anderem auch Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer und die Schauspieler Katja Keller und Rüdiger Rudolph. „Wir sollten zunächst in Berlin drehen. Weil das zeitlich für einige schwierig geworden wäre, kam München ins Spiel und dann dachte ich mir, da können wir auch gleich in Augsburg drehen“, sagt Sixt.

Die Sportler organisierte der Deutsche Olympische Sportbund, der Kontakt zu den Schauspielern kam über Freunde von Sixt zustande. Dass die Augsburgerin den Zuschlag für das Projekt bekam, verdankt sie einer Stuttgarter Agentur. Mit der hatte sie vor zwei Jahren schon mal zusammengearbeitet.

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Deswegen sprintete Kanute Dittmer gestern Vormittag durch das Textilviertel und nicht durch Friedrichshain oder Giesing und am Nachmittag schleppte Wasmeier Wasserkisten durch den Getränkemarkt der Familie Ehrenreich in der Zusamstraße. Die Athleten demonstrieren die Vorteile, wenn man sich fit hält. Schauspieler Rudolph spielt hingegen den unsportlichen Hauptdarsteller, der es schwer hat. Im Gegensatz zu Dittmer ist er nämlich nicht schnell genug an seinem Auto und bekommt von einer Politesse einen Strafzettel. Und während Wasmeier die Wasserkisten entspannt aus dem Laden trägt, hebt er sich fast einen Bruch daran.

Für Wasmeier ist wichtig, mit solchen Projekten Flagge zu zeigen. „Als ehemaliger Leistungssportler hat man eine Vorbildfunktion.“ Heute kämpft er allerdings nur noch gegen seinen inneren Schweinehund und nicht mehr bei Wettkämpfen. Ohne Bewegung könne er nicht leben, sagt der frühere Topathlet. „Ich stehe schon mal früher auf oder setze im Winter die Stirnlampe auf und schnall mir abends noch die Langlaufskier unter, um es im Terminplan unterzubringen. Ohne Sport kann ich nicht leben. Ich brauche das auch, um den Kopf freizubekommen.“

Dass Wasmeier ausgerechnet im Getränkecenter von Hildegard Ehrenreich Kisten schleppte, überraschte die Inhaberin. „Jemand so Bekanntes war noch nie hier. Ich freue mich schon darüber.“ Die Wahl auf ihr Geschäft fiel, weil dort mehr Fläche zum Drehen zur Verfügung steht als in anderen Märkten, die sich Sixt ansah. Heute gehen die Dreharbeiten im Alten Stadtbad weiter.

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